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Zubereitung der Retorsegarne.
Sortiermaschinen, wie z. B. mit der weiter unten beschriebenen von Got-telmann, geschehen kann.
Die gewöhnlichen für die Weberei bestimmten mulinierten Gespinstenennt man Ouvrees. Für manche Verwendungsarten, wie Strickerei, Wir-kerei, Spitzenfabrikation etc. muss der Faden eine sehr beträchtliche Dicke,Zwirnung und Stärke besitzen. Die stark gezwirnten Gespinste werdenRetorseseiden genannt, unter denen die Nähseide und Cordonnets die wich-tigsten sind. Das Zwirnen (retordage) hat den Zweck, mehrere einfacheoder gedrehte Rohseidenfädeu unter starker Drehung zu vereinigen underfolgt dies nicht auf den Zwirnmühlen, sondern auf Maschinen, die denenfür andere Textilgarne ähnlich sind.
Die Nähseiden und Cordonnets werden gewöhnlich aus weniger sauberenGregen hergestellt. Dieselben werden auf der gewöhnlichen Spülmaschineabgewunden und in die E’lügelzwirnmaschine gebracht, die im Abschnittüber Florettspinuerei näher erörtert wird. Die Maschine ist mit zweiStöcken Spulen, jeder zu fünf Spindelreihen, versehen; der Antrieb derSpindeln erfolgt durch eine Schnurtrommel. Die Spindeltourenzahl be-trägt 1800^2000. Bei sehr unegaler Seide kann eine Arbeiterin 120, beiegaler 200 Spindeln bedienen. Da das Putzen der Grege nach dem Windenviel zu kostspielig wäre, so werden die fertig gezwirnten Nähseiden undCordonnets auf einer speciell für diesen Zweck eingerichteten Putzmaschine(racleuse) gereinigt. Diese Maschine, welche in ihren Details anlässlichdes Putzens der Florettgarne beschrieben wird, liefert einen vollkommenrunden und glatten Faden, so dass nachträgliches Sengen überflüssig wird.Der zu putzende Faden läuft von der Abwickelspule zwischen mehrerenfeststehenden Spannstiften hindurch, umschlingt hierauf eine Anzahl von aufstählernen Stiften aufgesteckteu Röllchen und gelangt daun zur aufwin-denden Spule. Die geputzte Nähseide wird auf einem für Handbetrieb ein-gerichteten Spulenhaspel mit variabler Zählvorrichtung aufgehaspelt. Der-selbe dient dazu, die Nähseiden etc. für den Handel in kleinere Strängezu bringen. Der Haspel ist für jede Fadenlänge verstellbar und mit Selbst-abstelluug versehen. Nach dem Haspeln, Färben, Strecken oder Lustrierender Stränge folgt in vielen Fällen ihre Überführung in die Bobinenform,und von dieser auf specielle kleine Spulen, die nicht selten auch für Or-gansin etc. zur Anwendung kommen. Dies geschieht auf einer speciell fürdiesen Zweck konstruierten Spülmaschine, die für jede Spulenlänge undSpulendurchmesser eingerichtet ist. Die in der Fig. 263 abgebildete Spül-maschine ist einseitig und in ihrer Konstruktion identisch mit der inFig. 250 dargestellten Dubliermaschine, von der sie sich nur durch verein-fachte Lagerung der Spulen unterscheidet. Auch ein dublierter Fadenkann hierauf gespult werden, da er beim Aufspulen eine schwache Drehungerhält. Die Fig. 264 zeigt eine zweiseitige Spülmaschine, die mit 40 ho-rizontalen Spindeln ausgeführt wird, welche mittels vertikaler Friktions-rädchen angetriebeu werden. Die Spindeln laufen mit ca. 1200 Touren