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Erster Band.
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Verschiedene Titriersysteme.

deren 384 auf das alte französische Pfund (livre de Montpellier = 489,5 g)gingen, wog. Zur Bezeichnung der Fadenfeinheit gab man also an,wieviel Deniers eiuer Fadenlänge von 9600 Aunes entsprachen. Spä-ter vereinfachte man das Verfahren, indem man nur *f 24 der obigenFadenlänge, also 400 Aunes = 476 m und zwar mit dem '/ 24 Teil desfrüheren Gewichtes Denier, dem Gran (grain) wog; das Verhältnis ist dem-nach das gleiche gehlieben, nur behielt man den Ausdruck „denier“ alsBezeichnung des Titers statt „Grain“ bei. Da aber das Gran in verschie-denen Ländern verschieden gross war (Frankreich 0,05311 g, Piemont 0,05336, Lombardei 0,05110 u. s. w.), während die Fadenlänge überall die-selbe geblieben ist, so ergaben sich schon damals verschiedene Systeme.Nach der Einführung der metrischen Einheiten wurde dieses System inso-fern abgeändert, als man statt der 400 Ellen die äquivalente Länge von476 m (475,378 m) verwendete; es resultierte daraus das sogenannte altefranzösische System, das noch heutzutage mancherorts üblich ist. Der alteTuriner Titer entsprach dem Gewichte von 476 m in Deniers von 0,05336 g.Unter den Titern neueren Datums sind zu erwähnen: der neufranzösische(seit 1856), der einer Fadenlänge von 500 m und Gewichtseinheit von0,05311 g entspricht; der neuitalienische mit 450 m und einem Denier von0,05 g (in Mailand und Turin seit 1861); der schweizerische mit 450 mund einem Denier von 0,053, später 0,05 g; in Deutschland waren fürlombardische Seiden die Längen von 476 m und das Mailändische Deniervon 0,051 g, für die Piemonteser Gespinste dagegen die Turiner Deniersvon 0,05336 g gebräuchlich, so dass bis 1875 auf dem Kontinent dreiTitrierungsmethodeu bestanden. Auf Anregungen, die während der WienerAusstellung (1873) gegeben wurden, hat eine Vereinbarung der Seiden-interessenten stattgefunden, die zur Basis des Seidentiters das metrischeDecimalsystem wählte. Nach dem Brüsseler Beschluss soll der Seidentiterdurch die Zahl ausgedrückt werden, welche das Gewicht einer Längeneinheitvon 500 m in Halbdecigrammen ausgedrückt, angiebt. Da die anderenGespinstfasern als Längeneinheit 1000 m und als Gewichtseinheit 1000 gbenutzen, so würde No. 1 des Seidentiters der No. 10000 und die No. 20der No. 200000 der anderen Gespinste entsprochen haben. Man hat hier-von aber zum grössten Teil wieder Abstand nehmen zu müssen geglaubt,weil die Handelsgebräuche der das Seidengewerbe treibenden Länder, vonjeher als Skala der Numerierung, das veränderliche Gewicht einer konstantenFadenlänge angenommen haben. Daher zählen die Seidenindustriellen nochnach den verschiedenen alten Titern, während viele llaspelaustalten bereitsden internationalen Decimaltiter eingeführt haben.

Man kommt deswegen öfters in die Lage, die in einem System aus-gedrückten Titerwerte in die eines anderen Systems umwandeln zu müssen.Bezeichnen wir mit t den Titer, welcher in der Längeneinheit l und denierd ausgedrückt ist, so wird derselbe nach einem anderen System, in welchem