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Erster Band.
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503
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Titer der Grege und Ouvrees.

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häuse wird von einer senkrechten Welle getragen und erhält eine langsamerotierende Bewegung. Jede Wage wird von einer automatischen Zufiihrungs-'Vorrichtung berührt und kommt bald in denGleichgewichtszustand. Ein Probestrang hatz. B. einen Titer 30, der Wagebalken kommtin eine Stellung, die dieser Zahl entsprichtund trifft einen Abstosser, der den Strangauf eine Stange wirft. 22 derartige Ab-stosser und Stäbe sind für die Titer 18, 20,

22 etc. bis 62 vorhanden. Der 23. Abstosserwirft alle schwereren Stäbe auf einen be-sonderen, letzten Stab. Der Apparat kannauch zur Feststellung des Titers von 64 bis124 benutzt werden, wenn man Probesträhnevon halber Länge haspelt.

Nachstehend sind die Grenzenwerte an-gegeben, innerhalb deren sich die Titer dergebräuchlicheren Seidengespinste zu bewegen pflegen.

Fig. 269. Titrierwage.

Grege .

o

CO

1

CS

den.

Trame, feinster Titer:

Grege duppion .

3046

11

Italien (Mailand ) 2 fach

20/22 den.

Organsin, feinster Titer

;

n 3 fach

36/40

11

Italien ....

. 12/14

11

China 2 fach ....

30/32

11

China ....

. 30/32

11

Kanton ,, ....

36/40

11

Japan ....

. 20/22

11

Japan ....

26/30

11

Bengal ....

. 20/24

1?

3 fach . . .

40/45

11

Trame .

20-68

11

Bengal 2 fach . . .

30/32

11

Trame duppion

78108

11

,, 3fach . . .

40/50

11

Tussah .... 98

285

11

Unter dem konditionierten Titer, welcher eigentlich der einzig rationelleist, versteht man den Titer, der auf das normale, d. i. konditionierte Ge-wicht des Seidenfadeus zurückgeführt ist. Er wird in der Weise fest-gestellt, dass, nachdem gemessene Faden längen bis znm absoluten Gewichtgetrocknet worden sind, das erhaltene Gewicht unter Zuschlag von 11 0 / 0in den üblichen Deniers ausgedrückt wird.

Es ist begreiflich, dass bei der Titerfeststellung grösserer Seidenpartiensich notwendigerweise Differenzen ergeben müssen, welche als Titergrenzen(maxima und minima) angegeben werden, wie z. B. 20/22 den., 35/40 den.,35/45 den. u. s. w., deren Grösse um so beträchtlicher ist, je ungleich-massiger das Gespinst der einzelnen Stränge, d. i., je geringer die Qualitätist. In noch grösserem Mafse, als im einzelnen Strang, tritt dieser Übel-stand bei den verschiedenen Strängen eines Ballens hervor. Wir habenweiter oben einige Apparate vorgeführt, welche die Prüfung des Seiden-