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Zweiter Band.
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Äussere Beschaffenheit.

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neuerer Zeit von Targioni-Tozzetti bestätigt worden. Der Kokonfadenist in seiner ganzen, mehrere tausend m betragenden Länge nicht vongleicher Dicke; Cornalia betrachtete denselben als einen sehr langen Kegel,aus den Untersuchungen von Wardle folgt indessen, dass das Maximumdes Durchmessers bald der Mitte, bald einem der beiden Enden des Kokon-fadens zukommt. Die Oberfläche der Maulbeerseidenfaser ist nicht absolutglatt, sondern zeigt bei einer Yergrösserung von 500—600 Diametern eineschwache Streifung, die in der entbasteten, von Wasser eingehüllteu Faserbesonders leicht zum Vorschein kommt, in Glycerin oder Kanadabalsam abervollständig verschwindet. Mit der Art der Erzeugung der Faser durch Ex-kretion zusammenhängend, besteht sie nur an der Oberfläche der Faser undlässt sich auf den Querschnitten schwer oder gar nicht beobachten. Nicht

Fig. 117. Mikrosk. Bild der Bombyxfaser.

Fig. 118. Querschnitt der Bombyxfaser.

immer besitzt die Seidenfaser die Form eines Doppelzylinders: die im phy-siologischen Teil erwähnten, in der Bastmasse einzeln vorkommenden Fi-broinfragmente werden naturgemäss beim Austritt aus der Spinnöffnung inFadenform ausgezogen. Auf diese Weise entstehen neben dem Hauptfadenein oder mehrere sekundäre, durch eine Bastschicht von demselben getrennteund mehr oder minder dünne Fädchen, die natürlicherweise erst nach demEntbasten unter dem Mikroskop wahrgenommen werden können.

Der Querschnitt der rohen Seidenfaser ist länglichrund, unregelmässigoval, stumpf dreieckig oder mehrkantig und zeigt die beiden Faserelementevor dem Entbasten durch den Bast zusammengehalten, nach dem Entbastendagegen voneinander getrennt. Die Faser aus der innersten Kokonschichtzeigt im Querschnitt mehr Bast als Fibroin und länglich zugespitzte Faser-elemeute; die mittlere Kokonlage liefert einen fast runden, die äussersteeinen ziemlich unregelmässigen Querschnitt.

Die Seiden von Theophila mandarina und Saturnia spini zeigen den-selben morphologischen Bau, wie die Seide von Bombyx mori . Die vonSat. spini erzeugte Faser ist um einige p. dicker als die Maulbeerseidenfaser

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