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Zersplitterung des Moleküls.
niedrigere Homologe vor. Die andere Gruppe C p H 2p - l N0 2 sind die soge-nannten Leuceine, welche in beträchtlicher Menge als Beimischung der leichtkrystallisierenden Leucine auftreten und chemisch die Glieder der Amido-acrylsäurereihe C m H 2m : C: NH 2 COOH darstellen. Die Leuceine besitzendie allgemeine Formel x(C i H 1 N0 2 ) und krystallisieren nie allein, sondernstets gemeinschaftlich mit Leucinen. Das Leucein kann in mancher Hinsichtals Glucoproteinäther der Proteinsäure aufgefasst werden im Sinne der fol-genden Deshy dra tie rungsgleich ung:
C 8 H 14 iV s 0 5 + C s H ie N 2 0 4 -H 2 0 = Cr 18 JVi 8 JV 4 0 8 = 4 ( CJI 7 N0 2 )
Proteinsäure Glucoprotein
Leucein
Über die gemeinschaftliche Bildung der Leucine und Leuceine liegtfolgende Hypothese vor. Das freie Glucoprotein, welches vermutlich dieKonstitution einer zweibasischen Imidosäure besitzt, nämlich COOII.C n H 2 „. NH X C m H., m . NH. C p H 2p . COOH, spaltet sich infolge der Hydratie-rung an der mit X bezeichnten Stelle unter Hinzutreten von Ii 2 0 undunter Bildung von:
COOH . C„H 2h . NH 2 .Leucinen und
OH. C m Il 2m . NH. C p II 2p . COOH -Oxysäuren vom Typus
C x H 2x+l N0 3 .
I
Die letzteren, welche in der Hitze unbeständig sind, deshydratieren sichgleich nach der Entstehung im Sinne
C„H 2 * +1 NO s - H 2 0= CJI^-^O,
und bilden somit Leuceine, deren Konstitution als C m ll 2m : N. C p H 2p . COOHanzunehmen ist. Als Zwischenprodukte der Oxysäuren und Leuceine tretenzuweilen sogenannte Hydroproteinsäuren auf, Imidosäuren vom Typus C„H 2 „N 2 0 5 , welche als Anhydride der Oxysäuren im Sinne der Gleichung
2 (C,H an+1 NO t ) - ir 2 0 = C 2n H in N 2 0 5
aufzufassen sind. Ausser den obigen Körpern tritt zwischen den Zersetzungs-produkten der Seide ein der aromatischen Reihe angehöriger Körper, dasTyrosin oder die ^-oxyphenyl-a-amidopropionsäure von der Formel
C 6 H 4
<
OH
cii 2
^ ch 2 <
COOH
NH 2
auf.
Der Rückstand 3 (s. S. 224) kann somit je nach den Reaktionsverhältnissen1. eine Mischung von Glucoproteinen allein enthalten, wobei bemerktsei, dass in der Formel x(C n H 2 „N 2 0 4 ) die Zahl n bei den eigent-lichen Albuminoiden, wie Albumin, Glutin etc. 9 und darüber beträgt, wäh-rend Keratin, Chondrin, Gelatin und Fibroin niedrigere Homologe mit n =7 liefern;