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Zweiter Band.
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Schema des Hydratierungsprozesses.

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2. er kann aus einem Gemisch von Glucoproteinen mit freien Leucinenund Leuceinen oder

3. schliesslich nur aus Leucinen und Leuceinen bestehen.

Während bei der Hydratierung der eigentlichen Albuminoide ausserdemnoch wechselnde Mengen des Tyroleucins C 7 H 11 N0 2 , der Glutamin- undAsparaginsäuren vom Typus C,„II 2m ^ 1 NO i , sowie anderer verwandter Körperauftreten, ist dies beim Fibroin und Sericin nicht der Fall, woraus man denSchluss ziehen kann, dass in der Reihe der Albuminoide die Bestandteileder Seide die niedrigsten Homologe sind. Thatsächlicb erhält man aus demFibroin durch Molekülzersplitterung nur die niederen Homologe der Leucin-reihe, wie Glycocoll und Alanin, während die Albuminoide die höherenHomologe, Amidovaleriansäure, Amidokapronsäure (Leucin) u. s. w. liefern.

Im Rückstände 3 (s. oben) ist durch direkte Bestimmung die Mengedes Tyrosins ermittelt worden; sie beträgt 9,5—10°/ 0 1 ). Die Elementar-analyse des ersteren ergab in prozentueller Zusammensetzung für C = 42,3,H= 7,2, N — 14,8 und 0 — 35,7, nach der Eliminierung des Tyrosins da-gegen 0—40,4, H= 7,2, iV=15,9 und 0 = 36,5. Entsprechend einemMolekül des Tyrosins und dem Gehalt von 10°/ 0 , sollte die Molekulargrössedes Rückstandes 3 der Formel C 6S H lil N 2l O iS , nach Eliminierung des Ty-rosins C 6a H 1S0 N 20 O i0 entsprechen.

Die Analyse des vom Tyrosin befreiten Rückstandes ergab folgendeResultate.

1. Ein Gemisch von gleichen Äquivalenten des Glycocolls und des Ala-nins ( C 2 H 5 N0 2 und C 3 H-,N0 2 ) in der Gesamtmenge von 60°/ 0 .

2. Amidobuttersäure C i H 2 N0 2 — 10°/ 0 und

3. Amidosäure C 4 II 7 N0 2 — 20°/ 0 .

Das Fibroin liefert somit Leucine mit M — 2, 3, 4 und ein Leuceiumit n = 4. Nach der Umrechnung gelangt man zu folgender Zersetzungs-gleichung:

C s ,H 1S0 N 20 O i0 = 7 ( C 2 H 5 N0 2 ) + 7 (C 3 JI 7 NO a ) + 2 (CJI a N0 2 ) +

4 (C 4 tf 7 iV0 2 ).

Die vollständige Gleichung der Hydratierung wird sich demgemäss, wennman für das Fibroin eine entsprechende Molekulargrösse annimmt, folgender-mafsen darstellen lassen:

CuH 101 N 2i O iS + 24 H 2 0 = 0,5 (0 2 F 2 0 4 ) + II 2 CO s +0,5 (0 2 // 4 0 2 ) +

3 NII 3 + C a II ll NO a + 7 C 2 U 5 N0 2 + 7 CJI,N0 2 + 2 C i H 2 W 2 +

4 CJI 7 N0 2 .

Wird statt des Fibroins die Rohseide nach der Methode von Schützen-berger zersetzt, so erhält man von den obigen nur wenig abweichende Re-sultate, woraus zu schliessen ist, dass der Seidenbast dem Fibroin nahe

*) Schützenberger und Bourgeois, Compt. rend. 1875. 81. 1191..

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