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Zweiter Band.
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Hydratierung mit Kalihydrat.

verwandt ist. Die Glucoproteine des Sericins haben beinahe dieselbe Zu-

sammensetzung wie die des Fibroins; die übrigen Zersetzungsprodukte: Am-moniak, Oxalsäure etc. treten dagegen in etwas grösserer Menge auf.

Eine weniger durchgreifende Wirkung als durch die Behandlung mitBarythydrat unter Druck wird durch die mit kochender alkoholischer Kali-lauge (normal oder halbnormal) am Rückflusskühler erzielt. Es findet dabeieine Verseifung des Fibroins (als Amidosäure) neben partiellem Freiwerdenvon Ammoniak, Kohlensäure und Essigsäure statt. Fasst man das Fibroinals eine Amidosäure resp. als ein Amidosäureanhydrid auf, so geht dieReaktion nach folgender Formel, in der R Kohlenwasserstoff bedeutet,vor sich:

M,

NH— CO

/

\

Ä + 2 KOII=2R

R

\

\

/

COOK.

CO —NH

Es entsteht eine Verbindung, die ihrem chemischen Charakter nach nichtsanderes als Kaliumsalz der Seide ist und sich daher als Fibroinkalium be-zeichnen lässt. Richardson 1 ) hat diese Methode auf Tussah angewendet,

das entstandene freie Ammoniak durch Destillieren und Titrieren des Destil-

lates ermittelt, den Rückstand mit absolutem Alkohol aufgenommen undfiltriert, den hierbei sich ergebenden Rückstand mit Wasser gewaschen undim Filtrat das Kaliumkarbonat titriert. Das nämliche geschah mit demalkoholischen Filtrat; nach erfolgter Neutralisierung wurde das abgeschiedeneKaliumsulphat entfernt und die Lösung zum Trocknen verdampft, der Rück-stand hierauf nochmals mit absolutem Alkohol aufgenommen und wiederzum Trocknen verdampft. Die Elementaraualyse des so erhaltenen alkohol-und wasserlöslichen Fibroinkaliums ergab bei Tussah C = 37,08, H =4,96,W=9,47, 0 = 25,27 und K= 23,30, was einer Zusammensetzung des be-treffenden einwertigen organischen Radikals von 0 = 48,38, H = 6,45,N= 12,35 und 0 — 32,20 entspricht. Die korrespondierenden empirischenFormeln des Fibroinkaliums sind C i2 H e(i N 9 O fil K s oder (C 33 // 47 0 3 ) (NH 2 ) (J .(i COOH ) (COOK) h , einfacher [C 5 i/ 8 N0 3 \K resp.

COOK

C,H,0

NH 2 .

Die alkoholische Kalilösung löst etwas über 40 °/ 0 des Tussahfibroins auL

Das Übrige stellt eine leimähnliche Masse dar, die eines zweiwöchentlichen

') Journ. of the Soc. of chem. Ind. 1893. 428.