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Zweiter Band.
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Das Assouplieren.

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Schlagkörpern versehen, welche den Strang bearbeiten *). Daun werden zu-weilen durch Centrifugalkraft betriebene elastische Schlagplatten verwendet,die den vorbeigehenden Seidenstrang an einer festen Unterlagsplatte an-klopfen 2 ). Das Maschinenschlagen hat den Übelstand, dass einige schwachgedrehte Gespinste, z. B. Trame, Souple, infolge des energischen Klopfensdem Zerfasern ausgesetzt werden, wodurch das nachträgliche Spulen sehrerschwert wird. In solchen Fällen wendet man statt der eigentlichenSchlagoperation das Stampfen in den Wollkurbelwalken ähnlichen Stampf-walken an, wo die in Säcke eingepackte Seide zu gleicher Zeit der Ein-wirkung eines Schlaghammers und eines kräftigen Wasserstrahls ausgesetztwird 3 ). Schliesslich werden Seidenstränge im Innern eines rotierenden

Fig. 131. Wasch- und Schlagmaschine.

Waschrades angeordnet, wo sie während des Klopfens gegen mehrere un-bewegliche, aber biegsame Schlagbretter anschlagen 4 ).

Die assouplierte Seide (Souple) ist in der Seidenfärberei von Pons inSt. Chamond (1820) eingeführt worden und stellt eine Faser dar, derenBast nur teilweise entfernt wurde, weshalb sie auch den Namen „halb-gekochte“ Seide (mi-cuit, mezzo-cotto) führt. Zugleich wird der Seidenleimoder vielmehr die gesamte Faser in ihrer morphologischen Beschaffenheitderart modifiziert, dass sie stark aufquillt, d. i. an Volumen bedeutend zu-ninnnt. Aus diesem Grunde eignet sie sich ganz besonders zu Eiuschlag-gespinsten, welche die Fülle des Gewebes bedingen, ohne an der Oberflächehervorzutreten und dessen Äusseres zu beeinflussen. Dazu kommt noch derUmstand, dass das Assouplieren die Faserelastizität ziemlich stark beein-trächtigt, wodurch ihre Verwendung als Kette ausgeschlossen bleibt. Wie

') Duchez, Franz. Patent 98919 (1873). — ’) Gillet, Franz. Patent 99094(1873). — 8 ) Gillet, Franz. Patent 109718 (1875); Fromentin, Franz. Patent 92989(1871). — 4 ) Richard, Franz. Patent 101716 (1874).

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