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Natürliche Farbstoffe.
Forscht man nach den Färbemitteln und Färbemethoden des Altertums,so zeigt sich, dass die Chinesen alle Farben zu färben verstanden haben,und dass sich viele technologische Werke Chinas mit der Beschreibung derZubereitung der Farben und ihrer Anwendungsart befassen. Die Seiden-farbstoffe der alten Chinesen, die ausnahmslos pflanzlichen Ursprungs waren,wurden aus den Färbekräutern durch passende Vorbehandlung isoliert undmeist in kalten, konzentrierten Bädern nach der Pflatschmethode zur An-
Fig. 133. Extraktionsapparat für Farbhölzer.
Wendung gebracht. Indigo, Cochenille, Lo-kao (chinesisch Grün) und an-scheinend Safflorkarmin waren in China seit den ältesten Zeiten bekannt.Bei den Griechen und Römern dienten die Färberröte, Alkannawurzel,Scharlachbeere oder Kermes und Purpur zur Erzielung roter Nuancen, derWaid für blaue Farben; Gelb wurde mit Farbeginster, Schwarz mit Eichen-laub, Braun mit Fruchtschalen des Nussbaumes und die Modefarben mitElsbeerbaumrinde erzeugt. Im Mittelalter wurden ausserdem Brasilienholz,Orseille, Grünspan, Indigoküpe und, seit der Entdeckung Amerikas und des