Natürliche Farbstoffe.
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Seeweges nach Indien , die verschiedenen Farbhölzer, Krapp und die echtemexikanische Cochenille verwendet.
Wenn ich im nachfolgenden auf einige natürliche Farbstoffe eingehe,so geschieht dies aus dem Grunde, weil die speziellen Werke über diesenGegenstand nicht zahlreich sind und es gerade hier, wo Verunreinigungenund Verfälschungen bei weitem unauffälliger sind, als bei den künstlichenFarbstoffen, von Wichtigkeit ist, einiges Genauere darüber zu wissen. DieErörterung der künstlichen organischen Farbstoffe vom chemischen Stand-punkte aus, kann dagegen unmöglich im Plane dieses Werkes liegen, essei daher nur auf die vielen zum Teil mit Berücksichtigung der Kolorier-praxis verfassten Spezialwerke verwiesen.
Fig. 134. Maschine zum Baspein von Hirnholz.
Die meisten natürlichen Farbstoffe, sowohl tierischen wie pflanzlichenUrsprungs, sind im Rohmaterial nicht in freiem Zustande, sondern alsGlycoside, d. i. Verbindungen mit einer Zuckerart, vorhanden, die erst durchKochen resp. Extraktion in den freien Farbstoff und Zucker gespalten werden.
Das Blauholz ist der Stamm eiues in Zentralamerika wachsenden, derFamilie der Leguminosen angehörigen Baumes Haematoxylon campechianum.Es existieren viele mehr oder minder farbstoffreiche Arten des Blau-holzes, je nach dem Boden und dem Klima, dem sie entstammen; bessereQualitäten werden von Campeche-Bai, Haiti, Domingo und Kuba , geringerevon Martinique geliefert. Blauholz kommt geraspelt und in Spänen, seltengepulvert, im Handel vor. Das färbende Prinzip ist das gelbe, in recht-winkligen Säulen krystallisierende, beizenziehende Haematoxylin {C ls H li 0 6 ,3 aq.), welches durch Oxydation, namentlich in alkalischer Lösung, in dasbraunviolette Haeraatein (C 16 JI 12 O e ) übergeht. Bekanntlich kommen imHandel feste und halbflüssige Blauholzextrakte vor, die in chemischen Fa-briken durch Extraktion von vorerst fermentiertem Blauholz mit schwachalkalischer Lauge unter Druck gewonnen werden, in der Seidenfärberei in-des aus dem Grunde nur wenig Verwendung finden, weil sie, durch pektin -