Natürliche Farbstoffe.
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Pflanzenreiches. Es werden davon zwei Gattungen unterschieden, die wildeund die kultivierte Art, welch letztere die höher geschätzte ist. Je feiner,krautartiger und mit Körnern beladener die Stengel des kultivierten Wausind, desto mehr Farbstoff enthalten sie. Beim Bastardwau sind sie hoch,mit wenig Körnern versehen und also farbstoffarm. Der beizenziehendeFarbstoff des Wau, das Luteolin (C' 20 // 14 0 8 ), in weissen Füttern auftretend,ist in kaltem Wasser leichter löslich als in warmem; durch Oxydation ander Luft liefert es das goldgelbe Luteolein.
Das Curcuma, seltener unter dem Namen indischer Saffran bekannt,ist die Wurzel der in Ostindien, Persien und China heimischen Curcuma
Fig. 135. Auskochapparat für Färb- und Gerbstoffe.
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longa und bei guter Qualität trocken, dick, schwer, frisch und schwierigzerreibbar; es besitzt ein harziges Aussehen im Innern, darf weder wurm-stichig noch pulverig sein und ist um so besser, je dunkler seine Farbe.Der direkt färbende Curcumafarbstoff, das Curcumin (C 10 Jf 10 O 3 ), in durch-scheinenden, nicht krystallinischen Schuppen auftretend, die beim Zerreibenein gelbes Pulver liefern, ist selbst in kochendem Wasser wenig löslich.
Der Orlean ist die rote fleisch artige Marksubstanz des in Südamerika ,Ost- und Westindien heimischen Orleanbaumes, Bixa orleana, und bildeteinen gleichförmigen Teig von fetter, butterartiger Konsistenz, der sich mildanfühlt. Die zuweilen vorkommenden kleinen Körnchen sollen sich zwischenden Zähnen mit Leichtigkeit zerdrücken lassen. Der Orlean besitzt einen