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Zweiter Band.
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Färbeapparate.

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Ausnahmen (Curcuma) dem gegen die Lichtstrahlen analog. Die Veränder-lichkeit der Farbstoffe beim Erhitzen ist übrigens nicht nur beim späterenGebrauch, sondern schon beim Trocknen zu berücksichtigen. Orseille nimmtauf Seide sowohl durch Belichtung als durch Wärme einen bläulichen Tonan. Im allgemeinen ist die Echtheit der Farbstoffe in dieser Hinsicht aufSeide viel grösser, als auf anderen Fasern. Auch die Natur der Beize übtauf die Wetterechtheit einen nicht geringen Einfluss aus, so sind z. B. diemit Chromsalzen fixierten Farbholzfarbstoffe echter als die mit Thonerde,und diese viel echter als die mit Zinnlacken behandelten. Ausser denHauptagenzien der Atmosphäre giebt es eine Reihe nebensächlicher Fakto-ren, welche die Wetter - resp. Tragechtheit der Farben zu beeinflussen ver-mögen. Je nach der Beschaffenheit des Pflasters in den Städten und desBodens auf dem Lande enthält der Staub verschiedene Mengen alkalischreagierender Partikel (Kalk, Thouerde, Silikate etc.), welche auf die Farbeneinwirken. Die Staubechtheit wird geprüft, indem man die Stoffprobe miteinem Gemisch von trockenem Kalk, Asche und Sand ausreibt, abklopft unddie Nuauceveränderung feststellt. Je nach den Umständen enthält fernerdie Atmosphäre verschiedene Gase, schweflige Säure als Brennprodukt vonLeuchtgas , Kohlensäure, verschiedene Ausdünstungen etc., welche die Far-ben chemisch beeinflussen.

Man ersieht daher, dass, um die „Wetterbeständigkeit“ einer gewissenFarbe zu bestimmen, es nicht genügt, sie eine bestimmte Zeit den elektri-schen oder Sonnenlichtstrahlen auszusetzen, sondern dass vielmehr zur Prü-fung alle obeu genannten Faktoren herangezogen werden müssen.

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Nachdem wir die chemische Technologie der Couleurfärberei zumgrössten Teil kennen gelernt haben, wenden wir uns den ihr zu Gebotestehenden maschinellen Vorrichtungen zu. Die einfache Färbekufe, meistaus Kupfer, dürfte wohl jedermann bekannt sein. Die an den Stöckenhängenden Stränge werden in der Farbflotte hin und her geführt und vonZeit zu Zeit umgezogen, d. h. der in das Bad getauchte Teil kommt herausund umgekehrt. Trotzdem die Operation des Färbens in solchen Kufen,die mit direktem Dampf geheizt werden, glatt und bequem von statteu geht,hat man zu jeder Zeit versucht, einerseits die Handarbeit entbehrlich zumachen, andererseits durch verschiedene spezielle Einrichtungen an anderenArbeitsfaktoren zu sparen. Doch wie sinnreich und vorteilhaft die erfun-denen Färbeapparate auch sein mögen, sie vermögen dennoch die Handarbeitnicht gänzlich zu ersetzen, da die Geschicklichkeit und Umsicht beim Ma-nipulieren mit dem zarten Material kaum von einer Maschine nachgeahmtwerden kann. Ausserdem ist der Färbeprozess in den meisten Fällen vonso kurzer Dauer, dass die umständliche Bedienung einer Maschine mehr