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Färbeapparate.
Zeit in Anspruch nehmen würde, als das Färben selbst. Die selbsttätigenFärbeapparate eignen sich dagegen sehr für solche Prozesse, bei denen dieSeide längere Zeit hindurch in -einem und demselben Bade behandelt wer-den muss, z. B. in den Erschwerungs-, Seifen-, Schwarzfärbebädern etc.
Der Eigentümlichkeit halber sei hier das Färbeverfahren von Siste-ron 1 ) erwähnt, bei dem die Gregefäden, wie sie aus dem Haspelbeckenkommen, durch verschiedene, Bleich-, Erschwerungs- und Färbeflüssigkeitenenthaltende, kleine Reservoire geführt werden, die durch Zufluss konzen-trierter Lösungen stets auf gleicher Stärke erhalten werden. Auch vonLarocher &Fils ist der Vorschlag gemacht worden, die Grege schon beiihrer Gewinnung, d. i. im Haspelbecken, zu fingieren. Das Verfahren istbereits in die Praxis aufgenommen worden und wird von einigen Seiden-filanden, namentlich in der Lombardei , benutzt, um der Seide durch einengelben gleichmässigen Farbüberzug eine künstliche Gleichartigkeit zu geben.Dieser Farbüberzug verschwindet in kochendem Wasser vollständig und istdaher bei den Seiden, die für Cuits bestimmt sind, ohne weiteren Belang;er kann aber unter Umständen Störungen in Färbebädern verursachen, zuwelchen ein Zusatz der betreffenden Bastseife gemacht worden ist. GrossenNachteil kann diese künstliche Färbung der Grege bei der Soupleseide ver-ursachen, die mit Nitrosylsulfat gebleicht werden soll, da hier die Behand-lung ganz wirkungslos wird. Der aus den Mulinierabfällen derartiger Seidenhergestellte Florett kann ebenfalls Störungen verursachen, da die Färbungdurch Maceration nicht verschwindet, sondern in eine andere noch dauer-haftere übergeht. Diese künstliche Gelbfärbung lässt sich auf Grund derReaktionen, welche die naturgelbe Seide mit Säuren liefert, herausfinden.Das Naturgelb der Seide giebt mit konzentrierter Schwefelsäure eine grün-liche Färbung, mit rauchender Salzsäure eine grüne Färbung. Mit Nitroso-schwefelsäure erhält man bei 2—3 Minuten langer Einwirkung gänzlicheEntfärbung.
Ebenso merkwürdig ist das Verfahren von Williot 2 ), der die Garnebeim Überführen von einer Spule zur anderen die Färbebäder passierenlässt.
Die Wasch- und Färbemaschine von Girond 8 ) bewirkt nach vollende-tem Färben resp. Spulen das Ausringen der Stränge automatisch.
Der Färbeapparat von David 4 ) besteht aus einem rotierenden Haspel,der während des Färbens in der Färbeflotte gänzlich untertaucht und andem die Seidenstränge in radialer Richtung befestigt sind; die Einrichtunghat mit der Baumwollstrangfärbemaschine von Clauder Brothers Ähn-lichkeit. In einem Apparat von Corron 5 ) werden die Seidenstränge, diean den Stöcken selbst unbeweglich hängen, in einer hermetisch verschlos-senen Kufe mit der Farbflotte behandelt, die vermittelst einer Pumpe durch-