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Zweiter Band.
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Färbeapparate.

Bädern gleichzeitig behandelt und behufs gemeinsamer Behandlung in eineneinzigen Färbebottich zusammengebracht werden.

Eine der besten und am meisten eingeführten Strangfärbemaschinen derNeuzeit ist die von Corron 1 ). Die Stränge werden in dieser Maschinenicht nur hin und her bewegt, sondern auch aus |der Flotte gehoben undan einer anderen Stelle wieder eingetaucht, so dass sie die Bewegung derFlotte bewirken, und schliesslich wird auch das Umziehen der Stränge durchdie Maschine selbst verrichtet. Alle diese Bewegungen erfolgen auto-matisch, so dass mau die Gespinste der Einwirkung der Flotte, so langeman will und fast ohne Aufsicht, überlassen kann. Das Versetzen derStöcke, sowie das Umziehen der Stränge kann je nach Bedürfnis mit be-liebiger Schnelligkeit ausgeführt werden; das letztere kann während desHin- und Zurückgehens der Stöcke oder nur während einer dieser Be-wegungen stattfinden. Vermittelst einer Drehkurbel, einer Rolle und einesSeils, an welchem der Rahmen, auf dem die einzelnen Stöcke ruhen, be-festigt ist, können sämtliche Stränge gleichzeitig aus der Flotte gehobenwerden, während die Flüssigkeit abläuft, verstärkt oder durch frische er-setzt wird. Durch das Herausheben der Stränge wird auch das Abnehmenderselben erleichtert. Alle obigen Manipulationen werden von zwei Wagenausgeführt, die sich längs der Färbekufe auf einer Schiene bewegen und,nachdem sie am Ende der Kufe angelangt sind, von selbst wieder zurück-kehren. Jeder Wagen besitzt vier Arme oder gezahnte Scheiben, welchedas Transportieren der Stöcke besorgen. Die Garnstöcke, deren Zahl sichnach der Länge der Kufe richtet, liegen in den Einschnitten eines über dieKufe gelegten Rahmens. Sie sind so konstruiert, dass die auf ihnen hängen-den Stränge beim Umwenden ihre Lage um ein Viertel ihrer Länge ver-ändern können. Werden die Wagen in Bewegung gesetzt, so ergreifen dievier Arme oder Gabeln nach und nach im Vorübergehen jeden einzelnenStab und legen ihn in der bestimmten gleichmässigen Entfernung von sechsEinschnitten wieder auf die Ränder der Kufe nieder, wodurch das Versetzender Stöcke bewirkt wird. Sobald die Wagen am Ende der Kufe angekom-men sind, stösst eine Nase derselben gegen einen an einer verschiebbarenStange befestigten Daumeu, wobei vermittelst eines entsprechenden Mecha-nismus der Riemenlenker verschoben wird, so dass die Wagen den Rückwegantreten. Die Wagen stossen gleichzeitig gegen zwei auf dem hinterenTeil der Maschine angebrachte Federn, die auf dem Wagen angebrachtehalbkreisförmige Zahnstange senkt sich indessen soweit, dass ein von dergleichen Achse wie der Arm getragenes Zahnrad in dieselbe eingreift undsie durchlaufen muss. Dadurch wird den Stöcken nunmehr eine rotierendeBewegung erteilt, welche dieselben zwingt, sich um ihre Achse zu drehen,wodurch sich die Stränge „Überwerfen“, d. h. ihre Lage soweit ändern, dass

') D. R.-P. 42302.