Wollseidenfäirberei. Vorappvetur.
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stark gekrabbt, während die Kleiderstoffe wiederholt, aber mit sehr ge-ringem Druck behandelt werden. In einigen Fabriken wird das Gewebenach dem Krabben auf einer besonderen Breitcentrifuge in aufgerolltemZustande massig ausgesclileudert und auf der Walze ohne Druck längereZeit belassen; alsdann wird die noch feuchte Ware gesengt und durch einkaltes Wasserbad geführt. Hierauf folgt der eigentliche Reinigungsprozess.Während in einigen Färbereien bei demselben von der Soda reichlicher Ge-brauch gemacht wird, ist sie in vielen verpönt und wohl mit einigem Recht.Sie hat nämlich, obwohl sie der Wolle den zuweilen erwünschten Griff bei-zubringen vermag, auf den Glauz und Griff der Seide einen so ungünstigen
Flg. 14t. Aufsetzlcastcn (Jigger).
Einfluss, dass ihr Gebrauch nur in Ausnahmefälleu gerechtfertigt erscheint.Als Beispiel mag ein Verfahren, das für Gewebe mit Seidenkette verwendetwird, angeführt werden. Zuerst wird im Jigger ein 40° warmes Bad ausSoda und Seife, daun ein solches von 50° aus Soda allein, und schliesslicheine kurze Zeit lang ein kochendes Sodabad gegeben; alsdaun wird inkochendem Wasser gekrabbt, stehen gelassen, getrocknet, gesengt und ge-färbt. Nach der anderen Methode wird Seife allein verwendet, obwohlsie den Ubelstand zeigt, die Wolle zu sehr zu erweichen, wodurch das Ge-webe seine erwünschte relative Steifheit verliert und Faltenbildnng besondersleicht eintritt. Aus diesem Grunde darf nur in Ausnahmefällen auf derStrangwaschmaschine, und zwar nur unter so geringer Belastung wie sie inder Vorappretur der Kaschmirs üblich ist, behandelt werden; gewöhnlichwerden indessen die Aufsetzkasten oder eventuell Doppeljiggers oder be-sondere, der Breitwaschmaschine ähnliche, Bottiche vorgezogen. Dieletzteren enthalten einzelne, getrennte Bäder mit dazwischen liegendenQuetschwalzen. Um das Weichwerden der Wolle zu verhindern, wird an
Silbermann, Die Seide. II. 21