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folgen: „Ludovicus Dei gratia Francorum rex . . . §. 35. Praeter ca pro-läbemus districle , ut uulhis homo hidat ad taxillos sive aleis aut scaccis. —Actum Parisiis a° D 1 1254 mense Decembri “ 9 10 ). „ Praeterea prohibnnusdistrictius quod nullits onmino ad taxillos ludat, sive aleis, sive scacis. Con-cilium Biterrense provinciale. VIII. Id. Maii, anno 1255. celebratum“ lu ).Unvernünftige Verbote erreichen aber gewöhnlich das Gegentheil ihrer Ab-sicht. Nicht blos wurde das Schach in Städteordnungen ausdrücklicherlaubt 11 ); sondern der lombardische Dominicaner Jacobus v. Cessoles, inder zweiten Hälfte des 13. Jhts., predigte mit ausserordentlichem Beifalldarüber. „Die Sprache der ritterlichen Liebe, des weltlichen und desgeistlichen Minnegesangs holte Anschauungen vom Schachspiel her, unserAdjectivum matt, sammt dem Wortspiel Matthäi am letzten kommt nurdaher“ (Wackemagel). •
Wie erklärt sich die ausserordentliche Verbreitung des (alten) Schach-spiels, durch die romantische Litteratur, die Menge Abschriften von Ces-
9 ) De La u r i e r e, Ordonnances de roys de France de la 3 a race. I. Paris 1723. fol. p. 74.
10 ) Joa. Domin. Mansi Archiep. Lucensis Sacrorum Conciliorum nova, etamplissima collectio. Editio noviss. Tomus XXIII. Ab auno MCCXXV. usquead ann. MDCCLXVIII. Venetiis 1779, ap. Aut. Zatta. fol. Col. 882. §. 24. WieDr. Aug. Potthast mir mittheilt, ist er bei seinen mittelalterlichen Geschichts-forschungen auch einzelnen päpstlichen Bullen begegnet, die das Schach ver-boten haben. „Der h. Bernhard [12. Jh.], Exhort, ad Milites Templi [1110be-gründet] cap. 14: scacchos et aleas detestantur. Die Bestrafung eines ungehor-samen Priesters in Maubillon, Acta sanetorum S. Benedicti Saec. III. pari. I.p. 151, c. 30: Eodem anno Johannes Presbyter de Rubroch quum talis ludens adaleas nescio seu ad scacchos — alapam magnam in maxilla recipiens super scaccha-rium vel alearum tabulam recidit, et per triduum incibatus.“ In Schmidt’s PetriAlfonsi 1827 p. 115. Wackernagel citirt (aus Martene et Durand, Thesaur. IV.249), dass von dem Concil zu Trier im .T. 1310 den Mönchen scaci und globi,Schach- und Ballspiel untersagt wurden, und (aus Würdtwein, Nova subsid.diplom. II. 272) dass eine Würzburger Synode 1329 mit ausführlicher Aufzählungverfügte: „Ludos alearum, cartarum, schacorum, taxillorum, anulorum et globorummonachis et monialibus prohibemus districte.“ Massmann citirtp. 14 Note64: Praecept.Synodal. §.29: Ne (clerici) in suis domibus habeant scaccos, aleas vel decios omninoprohibetur (s.. Chron. Mont. Ser. 57. 150). Die Französischen Könige Charles V. und Charles VI. verbieten 1369 und 1395 alle Spiele, welche die Bürger nicht zumilitärischen Tugenden führen; das Einfuhrverbot des englischen Königs EduardVI. , vom Jahre 1464, zugleich mit Scheeren, Rasirmesser etc. ist einfach industriell.1452: „Montag nach S. Margaretha Tag kam Job. Capistranus, ein BarfüsserMönch und Päbstl. Gesandter gen Nürnberg , den empfieng man mit grosser Herr-ligkeit, er predigte aussen an S. Sebalds Kirche auff einem steinern Predigstuel,straftet die Pracht und den Hoffart heft'tig, und hiess alle Schlitten, spitzige Schuh,Wulsthauben, Bretspiel und anders verbrennen, darauft' wurden an S. Laurentiiauff dem Marckt verbrandt 76 Schlitten, 3640 Bretspiel, 40,000 Würffel, und eingrosser Häufte Kartenspiel.“ Historische Nachricht von dem Ursprünge und Wachs-thum des Heil. Röm. Reichs freyer Stadt Nürnberg, Frankfurt und Leipzig 1707,S. 154. Das Werk, gewöhnlich als „kleine Gundlingisehe Chronik“ bezeichnet, istgrösstentheils aus den vorzüglichen, bisher ungedruckten Annalen des Rath-schreibers (Syndicus) J. Miillner zusammengezogen.
u ) Du Fresne beweist dies von Marseille (ludere ad scacos et ad tabulas),Bologna, Bergamo, Verona; Murr aus dem Nürnberger Pflichtbuch um 1381;Gemeiner für Regensburg 1393 (Chronik II, 301 „Schafzain“ und Spielbrett);Nünning für Bockholt (Monum. Monast. p. 280: Allen Borgern, Inwoners, Kin-dern und Knappen is vom older Insettungo des gemeinen Stades verboden, dat