für den Oberforst Harzburg eine nicht unbeträchtliche Dek«flößung auf der Radau und Oder, sowohl von Scheit- alsStukenholz, wozu eine ziemlich große Holzmasse aus dembraunlager Revier auf der Achse nach Harzburg transportirtwird. Aus den Oberforsten Blankenburg und Hasselfrldewird theils eine große Masse Brandholz in das benachbarteLand abgesetzt, theils aber ist auch der Verkauf an Kohlen-holz, Scheit-, Reibet-, Stock- und Stukenholz an das han-növersche rothehütter Eisenwerk, an die herzoglich anhakt«bernburgschen Werke und an Holzhändler, welche die Kohlenweiter ins Land an Schmiede, Kupferhämmer und kleinereHüttenwerke vertreiben, höchst bedeutend. Im OberforsteWalkenried wird auch von Seiten der Administration einkleiner Holzhandel betrieben.
Eben so günstig liegen die braunschweigschen Forsten fürden Dielenhandel. Die Sägemühlen des Oberforstes Harz-burg haben ihren Absatz ins Braunschweigsche, Hildesheimsche,und Magdcburgsche. ' Die des Fürstenthums Blankenburgins Halberstädtsche, Magdcburgsche und Bernburgsche.
Die Nutzbolzabgabe — außer Bloch- und Bauholz, be-schränkt sich auf Schindeln, Büttner- und Radcmacherhvlz-Eimcrmacherholz, Holz zu Mulden, Trögen und dergleichen.Viele daraus gefertigte Gegenstände werden von den Bewoh-nern des Fürstenthums Blankenburg, besonders von Zorqeund Hohegeiß weithin verkauft. Auch das Korbflechten wird,jedoch nur in geringer Ausdehnung, getrieben. Viele harteNutzhölzer werden bei der ausgedehnten Meubcln-Fabrik inBlankenburg gut verwerthet.
Die Benutzung der Eichen - und Fichtenn'nde für dieGerber ist von keiner großen Bedeutung, jedoch bleibt dieseseine Abgabe, welche jährlich wiederkehrt. Die Waldweidewird auf eine doppelte Art benutzt, theils durch das Ein-treiben des Viehes, — die Ortschaften im Gebirge und diean dessen Rande belegenen sind meist darauf berechtigt, —theils durch das Grasrupfen und Schneiden. Im Thker-und ehemaligen Fasanengarten bei Blankenburg gewährt dieDas Harzgebirge. 1. Thl. 2V