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System der socialen Politik / von Julius Fröbel
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wußten Lebens an das Licht der Selbstkcnntniß. DasIndividuum aber kennt nur den beleuchteten Theilseiner Natur, nur dieser ist sein ihm bekannt ge-wordenes Ich, und die aus dem unbewußten LcbcnS-proccsse hervorgehenden Erscheinungen müssen ihmdaher als die eines fremden Lebens vorkommen, wel-ches, wenn auch nicht außer ihm, doch nicht seineigenes sei. Je beschränkter die Selbstkcnntniß dcöMenschen ist, um so mehr muß diese Selbsttäuschungherrschen, und es ist klar wie der sich selbst miß-verstehende Mensch ähnlich dem Kranken, welcherin irgend einem Theile seines Lcibcö einen fremdenKörper wähnt dazu kommt gewisse ihn überraschendeVorgänge seines geistigen Lebens als Wirkungen frem-der Macht zu betrachten. Auch den klareren Selbst-beobachter kann der ohne sein Wissen fertig gewor-bene Gedanke oder Wille, das Gefühl, dessenQuelle er unbeachtet ließ, plötzlich so überraschen,daß es ihm ist als habe Etwas in ihm gedacht,gefühlt, gewollt, waS nicht er selbst sei; aber er wirddaraus nur den Schluß ziehen, daß seine Origina-lität seiner Selbstkenntniß vorausgeht, daß er mithinsich niemals ganz kennen kann. Keine Erfahrung,