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des Regensdorfer Berges, wo seit 2 Jahren das Hochholz gefällt worden war. In den frühern29 Jahren entluden sich die von Westen herkommenden Gewitter über dem Wald und ließen diejenseitige Gegend ungeschädigt.
28. August sah man Nachts bald nach 12 Uhr bei klarem Himmel und häufigen Stern-schnuppen bei einer Temperatur von 10 ox. und niedrigem Baromerstand (26"'Par.) in Rafz einweit sich ausbreitendes, prächtiges, äußerst lebhaft glänzendes, wie aus vielen Feuerströmen zusam-mengesetztes Nordlicht. Um 1 Uhr hatte die bald mit 3, 4, 5 und 6 silbergrauen, anscheinend3 bis 4 Fuß breiten Streifen senkrecht durchzogene Rothe ihre größte WNW. bis ONO. hin-ziehende Ausdehnung erreicht und war bis nahe an die jetzt perlfarbig erscheinende Milchstraße ange-stiegen. Die Nöthe und deren Ausdehnung nahm dann von Sekunde zu Sekunde abwechselnd abund zu, in der Farbe vom Blaßgelben durchs Feuerrothe zum Blutrothen abwechselnd. Ebenso schnellveränderten, vermehrten und verminderten sich die silbergrauen Streifen, durch welche hindurch mandie Sterne sehen konnte. Um halb 2 Uhr begann die Nöthe an Ausdehnung abzunehmen oder vonNW. aus mehr sich bis ONO. zurückzuziehen, auf welchem Punkt sie einer fernen, aber sehrgroßen Feuersbrunst glich. Dann dehnte sie sich noch einmal bis NNW. zurück aus, doch nur4—5 Minuten lang, bis sie gegen halb 3 Uhr aus NO. konzentrirt mehr und mehr erblaßteund dann verschwand. Wie jene silbergrauen Streifen, so schienen auch die feurigen Ströme steigendund steigend, wie von einer mächtigen Feuermasse genährt, fürchterlich gen Himmel zu lodern. Hinund wieder trennten sich einzelne Flammentheile aus 2—3 Minuten vom Ganzen ab und bildetenauf dem dunkelblauen Himmel so mannigfaltige Formen und Figuren, daß man unwillkürlich andie, bei ähnlichen Erscheinungen von der lebhaften Phantasie der Borzeit geschilderten am Himmelstreitenden Kriegsheere und feurigen Schwerter erinnert wurde. — Die Wirkung des Nordlichts aufden elektrischen Telegraphen war sehr auffallend, indem von 11 Uhr Abends bis 7 Uhr Morgensein konstanter Strom sich zeigte, wie wenn man längere Striche machte, so daß während dieser Zeitdie Transmission der Depeschen unmöglich war. Die Erscheinungen waren ganz verschieden vondenen, die man während Gewittern beobachtet, indem der Blitz stoßweise Punkte mit Geräuscherzeugt, während hier nur leichte Striche entstanden, wie wenn sie von entfernten Stationenherkämen.
30. August. Plötzliche und starke Abkühlung der Temperatur,' die von Schneefall bis zu6000' hinab begleitet war.
1./2. September zeigten sich in der Nacht auf allen Telegraphenlinien konstante Strö-mungen und zwar um so stärker, je besser die Linien isolirt sind, abwechselnd einige Minutenanhaltend, dann für Augenblicke nachlassend und wieder frisch beginnend.
24. September wurde um Zürich, besonders auf dem Uetliberg , ein schönes Nordlichtwahrgenommen.
25. September. Im Bezirk Affoltern stehen die vom Hagel entlaubten Birnbäume jetzt zumTheil in schönster Blüthe, und im Surenbach bei Männedors ein Zwetschgenbaum, der Frucht undBlüthen zugleich trägt.
1. Oktober beobachtete man gegen halb 9 Uhr Abends ein glänzendes Nordlicht, dasaber nicht lange anhielt.
22. Oktober starker und lang anhaltender Schneefall in äußerst großen Flocken, die aber