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schnell schmolzen. — In Außersthl blühen in einem Garten die Alpenrosen zum zweiten Male indiesem Jahre.
In der Nacht vom 30. Oktober aus den 1. November wüthete ein Föhnsturm, so daßin der Bülacher Hardwaldung etwa 60 Eichen und viele Tannen niedergeworfen wurden. Auch imalten Schützenplatz bei Zürich wurden zwei starke Linden umgestürzt.
9. November Nachmittags entlud sich über Zürich ein starkes Gewitter mit Hagel.
24./2S. Dezember. In der Nacht auf den ersten Weihnachtstag heftiger Föhnsturm, dannrasender Westwind und Abends 5>/z Uhr glänzendes Meteor, das sich von OSO. nach WNW.bewegte. Nachdem noch am 21. Dezember das Thermometer — 16° gezeigt hatte, trat am 22.Thauwetter ein, und man pflückte hier und da blühende Schlüsselblumen.
Am 28. Dezember Abends 7 Uhr 40 Minuten wurde von Zürich aus rechts von der Kuppedes Uetliberges eine Helle bemerkt, ähnlich dem erleuchteten Rauche einer Feuersbrunst, dann erhobsich eine feurige Kugel anscheinend von Mondsgröße langsam nach SW. aufsteigend und gegenNW. eine Art Kometenschweif hinterlassend. Nach zirka 5 Minuten verschwand das Meteor, ließaber einen noch etwa 5 Minuten lang andauernden Nachschimmer zurück.
In der Sylvesternacht, 31. Dezember, entlud sich ein Gewitter mit Donner und Blitz.
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1. Januar. Am Neujahrstag flogen bei Hellem Himmel bei verschiedenen Bienenzüchtern amZürichsee , namentlich in Meilen, die Bienen aus ihren Stöcken und summten auch am 2. Januarfröhlich aus und ein; ein Ereiguiß, das in diesen Gegenden seit Menschengedenken in dieser Jahres-zeit sich noch nie zugetragen haben soll, da sonst die Bienen gewöhnlich erst im März ausfliegen;in Schwyz soll jedoch dieß in milden Wintern beim Eintritt von föhnwarmer Witterung bisweilenim Januar beobachtet worden sein.
5. Januar entwurzelte der Sturm im Bezirk Afsoltern am Albis viele Bäume und deckteDächer ab.
20. Januar, Freitag Morgens 4^ Uhr, nahm man in der Umgegend von Zürich und auchanderwärts (Altorf, Einfiedeln, Schwyz, Zug, Rorschach ) ein prächtiges Meteor wahr, wie wennder ganze Himmel in Flammen stünde. Nachdem dasselbe einige Sekunden angehalten hatte, ver-schwand die Helle plötzlich.
19./20. Februar. In der Nacht fror der obere Zürichsee zu.
26. Februar Sonntag Morgen wurden in Eglisau zwei Erdstöße verspürt, der erste vor5 Uhr, der andere um 5'/z Uhr. Die Erschütterung war ziemlich stark, so daß viele Leute daranmit unheimlichem Gefühl erwachten. In der Nacht auf den
27. Februar wüthete dann der Föhn mit selten erlebter Heftigkeit fast durch die ganzeSchweiz. In Stäfa wurden Bäume entwurzelt und Schornsteine heruntergeworfen und im Bahnhofzu Winterthur 6 schwerbeladene Waggons auf das Ausweichgeleise getrieben, so daß der von Zürich herkommende Zug auf diese im Wege stehenden Wagen stieß und einen derselben zertrümmerte.
28. Februar. Noch um 10 Uhr Morgens sind seit gestern Nachmittags auf den Telegraphen-bureaux keine Depeschen eingelaufen, da die Leitungen durch den gestrigen Sturm unterbrochenwurden.
2. März bedeutende Kälte von — 13° R. um 7 Uhr Morgens.