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Außer den oben bezeichneten Hauptangcstellten der Münzkommission waren um diese Zeit zirka15 Angestellte mit Revision der zugehenden Sendungen alten und neuen Geldes beschäftigt, 6 An-gestellte besorgten Bureauarbeitcn und 5 Arbeiter waren mit Schmelzung der Münzen beschäftigt.
Der mittlere monatliche Kassaverkehr betrug während der letzten Monate des Jahres zirka5 Millionen Franken an aus den Münzstätten eingehenden alten und an die Kantone auszugeben-den neuen Münzen und an Anleihen und Zinsen für das Betriebskapital. Die alten Münzen unddaraus erhaltenen Barren werden als Waare betrautet und sind daher in dem Kassaverkehr nichtinbegriffen. Täglich wurden durchschnittlich 500—600 Kilogramm, oft aber 800, 1000—1200 KiloMünzen geschmolzen. Bis Ende des Jahres kamen von Paris 829 und von Straßburg 990 Kilomit neuem Gelde an, und wurden 750 Kästchen mit Barren an diese Orte hingesandt.
Mit Befriedigung darf man seinen Blick auf diejenigen Kantone richten, in welchen die Münz-einlösung bereits beendigt und das neue System ins Leben getreten ist. Es zeigt sich, daß, wennauch je nach dem kantonalen Volkscharakter das Publikum bald mehr bald weniger bereitwillig zurMünzreform die Hand bot und in das neue Münzwesen bald schneller bald langsamer sich hinein-lebte, es doch überall bald und über Erwarten gut an den neuen Zustand der Dinge sich gewöhnteund je länger je mehr die Vortheile desselben anerkenn!. Wenn von vielen Seiten über Mangelan groben Silbersorten geklagt wird, so hat dieses allerdings seine Richtigkeit; das Herbeischaffenfranzösischer 5Frankenthaler in für die ganze Zirkulation erforderlicher Menge war aber nicht Auf-gabe der eidgenössischen Behörden, diese hatte nur das alte schweizerische Geld durch neues zuersetzen.
Auch im Laufe dieses Jahres widmete der eidgenössische Experte in Münzsachen dem Münz-wesen seine fortwährende Aufmerksamkeit und Thätigkeit, indem er es war, der in stetem Verkehrmit der schweizerischen Münzkommission und dem Finanzdepartement alle ersordlichen Reglemente,Organisationspläne und Verträge entwarf und letztere im Namen des Bundesrathes oder der Münz-kommission zum Abschlüsse brachte, so wie auch Ausführungsmaßregeln beantragte und die Gesetzeund Verordnungen der Kantone über Münzangelegenheiten begutachtete.
Während der Zeit der Einschmelzung trug der Bundesrath Sorge, die fremden Nachbarstaatenerst im Allgemeinen und dann jeweilen, wenn die Einlösung in Erenzkantonen stattfand, nochspeziell hiervon in Kenntniß zu setzen.
Nachdem nun mit Ende Oktober die letzten alten Münzen eingeschmolzen worden waren, er-hielten die Einschmelzungskommissäre am 15. November 1852 ihre Entlassung.
Mit großer Befriedigung gegenüber den gehegten Erwartungen und Befürchtungen darf manauf die nun vollendete Münzreform zurückblicken, indem in so kurzer Zeit eine so großartige Ope-ration (der gesammte Geschäftsverkehr beläuft sich auf zirka Fr. 300,000000) zu allgemeiner Zu-friedenheit durchgeführt wurde; und wenn gleich die Münzreform von mehreren Kantonen beträcht-liche Opfer forderte, so blieb der Verlust dock bedeutend unter dem Voranschlag, und wird durchdie Vortheile, die durch die nun einheitlichen Münzverhältnisse gewonnen werden, unzweifelhaft baldausgeglichen und verschmerzt sein.
Es dürfte nun eine kurze Uebersicht der Hauptresultate des Münzreformgeschästs auch in diesemWerke nicht gerne vermißt werden.