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stoßen. Nachdem man sich durch Verträge mit den Grundeigenthümern das Recht, nach Wasser zugraben u. s. f. erworben hatte, wurden im Brachmonat die Arbeiten in Angriff genommen. DieAusführung hatte mit bedeutenden Schwierigkeiten zu kämpfen, weil das Terrain und die Witterunggleich schlimm waren; das Wasser konnte erst in einer Tiefe von 15 bis 22' gefunden und gefaßtwerden, und es wurde der Bau einer 500' langen gemauerten Tolle, in welche zwei Schächte hinab-führen, nöthig. Am Ende dieser Tolle befindet sich die erste Brunnenstube. Die Messungen, welcheim Wintermonat und Christmonat vorgenommen wurden, zeigten zwar nach eingetretenem Frost,aber immerhin noch bei feuchter Bodenbeschaffenheit ein Quantum von durchschnittlich 22 Maß inder Minute. Die Fortführung des Wassers bis zum Bauplatze wurde auf das folgende Jahr ver-schoben. Die hohe Lage der Quellen gestattete es, das Wasser auf beliebige Höhe in Reservoirssteigen zu lassen, so daß für den Gebrauch in den Gebäuden selbst verhältnißmäßig wenig Wassererforderlich ist, und somit der größere Theil für die Brunnen in den Höfen des Hauptgebäudes oderallfällig für einen Springbrunnen vor der Hauptfront verwendet werden kann. Die bis Ende 1860dafür erlaufenen Kosten betragen Fr. 8349. 94 R.
Die schon im Jahr 1859 begonnene Ausarbeitung der Ausführungspläne für das Haupt-gebäude wurde mit aller Energie betrieben, konnte aber trotz aller Anstrengung erst Mitte Aprilvollendet werden. Die Grundrisse, Aufrisse und Durchschnitte sind im Maßstab von 1 : 50, dieHauptpartieen der verschiedenen Faxaden und Durchschnitte im Maßstab von 1 : 10 und sämmt-liche Details für Maurer, Steinhauer und Zimmcrmann in natürlicher Größe angefertigt. ZurBeurtheilung des Umfangs obiger Arbeiten mögen folgende Angaben dienen:
Studienzeichnungen für das Hauptgebäude
143
Blätter,
Ausführungspläne
154
-
Nebengebäude: Studien
23
-
- Ausführungspläne
46
-
Summa
366
Blätter.
Nach Vollendung der Pläne beschäftigte sich der Bauinspektor sofort mit Anfertigung des Vor-ausmaßes der Baubeschreibung und der allgemeinen und speziellen Akkordbedingungen, und legtesodann die ganze für die Ausschreibung der Maurer-, Steinhauer- und Zimmermannsarbeit erfor-derliche Arbeit unterm 31. Mai der Direktion vor. Unterm 25. Heumonat erfolgte mit einigen un-wesentlichen Modifikationen die Genehmigung des Regierungsrathes und die Bewilligung zur Aus-schreibung. Die eingetretene Verzögerung rührte von schwebenden Unterhandlungen mit dem Bundes-rathe her, welche der Regierungsrath zu Ende führen wollte, bevor er definitive Beschlüsse faßte.Die Ausschreibung fand am 25. Heumonat statt, mir Eingabetermin bis 25. Augstmonat, so daßder Zuschlag unterm 31. Augstmonat erfolgen konnte.
Es mag hier der Ort sein, mit einigen Worten der Dimensionen und innern Eintheilung desGebäudes zu erwähnen.
Die Grundform des Gebäudes bilden 2 Längen- und 3 Querflügel, durch welche Anordnung2 Höfe zur Beleuchtung der Treppenhäuser, Korridors rc. gewonnen werden. Der Mittelbau und diebeiden Seitenflügel treten bis auf 19' über die Längenfronten vor, um denselben das nöthige Re-lief zu geben. Die Hauptdimensionen sind folgende: Länge der Hauptfronten 424', Länge derSeitenflügel 253' 5", Breite des Mittelbaues 95' 8", Breite der Seitenflügel 45', Länge der Höfe
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