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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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und doch beiden Anstalten die gemeinsamen Sammlungen gleich bequem benutzbar. Jede Fach-schule bildet für sich ein abgeschlossenes Ganzes und die Zeichncnsääle erhalten die günstigste Lage,nämlich gegen Norden. — Der westliche und südliche Mittelbau werden gänzlich massiv aus Qua-dern ausgeführt, ebenso das gesammte Keller- und Erdgeschoß. Die beiden obern Stockwerke hin-gegen werden verputzt, das Ganze aber mit einem massiven Hauptgcsimse aus Stein versehen. —Um der Konkurrenz größer» Spielraum zu geben, wurde der Bau in 3 Abtheilungen getrennt, —Mittelbau, nördlicher Flügel und südlicher Flügel, — auf welche für die ausgeschriebenen Maurer-,Steinhauer- und Zimmermannsarbeiten einzelne oder Gesammtsubmissionen gemacht werden konnten.Nach abgelaufener Eingabefrist ergaben sich:

2 Konkurrenten auf das Ganze,

1 Konkurrent für die Maurer- und Stcinhaucrarbeit des ganzen Baues,

1 - aus das Ganze des südlichen Flügels,

1 - auf die gesammte Steinhauerarbeit,

4 Konkurrenten auf die gesammte Zimmerarbeit,

1 Konkurrent auf die Zimmerarbeit am Mittelbau.

Nach den Akkordbcdingungen mußten die Eingaben in Prozenten des Voranschlags gestelltwerden, und zwar in der Meinung, Laß die Fundirungsarbeiten nach Einheitspreisen bezahlt, füralles übrige aber eine Aversalsumme festgesetzt werde. — Als Mindestfordcrnde erschienen für diesämmtlichen Arbeiten am Mittelbau und nördlichen Flügel die Herren Ingenieur Fehr in Firmiernund Baumeister Gelzer in Schaffhanscn, für die sämmtlichen Arbeiten am südlichen Flügel HerrBaumeister Fürst in Riesbach. — Da über die Tüchtigkeit und Solidität der Mindestforderndcnkeine Zweifel obwalteten, so wurden die Arbeiten an dieselben übertragen und unterm 7. Herbst-monat sachbezügliche Verträge mit ihnen abgeschlossen. Die Herren Fehr und Gelzer übernahmennach diesen Verträgen die Fundamentirungsarbeiten am Mittelbau und nördlichen Flügel 2*/^ "/ounter dem Voranschlag; alle übrigen Arbeiten für die Aversalsumme von Fr. 641016. 26 R.; HerrFürst die Fundamentirungsarbeiten des südlichen Flügels 5 °/o unter dem Voranschlag, alle übrigenArbeiten an demselben für die Aversalsumme von Fr. 366147. 87 R. — Die auf dem Bauplatzbefindlichen alten Gebäude mußten nun abgebrochen werden, und wurden zu diesem Behufe ausdie Gant gebracht. Der Erlös betrug 11260 Fr. ohne die Mauer - und Backsteine, welche denUebernehmern für Fr. 3662. 50 R. überlassen wurden, so daß die Gebäude ohne die alte ScheuneFr. 14922. 50 R. abwarfen — Die Ucbernehmer machten nun ihre Vorbereitungen für die Aus-führung, jedoch wurde dieselbe nur noch von den Herren Fehr und Gelzer im Berichtsjahr wirklichin Angriff genommen. Die Fundamentirung zeigte sich gerade mit der nördlichen Hälfte äußerstschwierig. Theilweise kam das Gebäude auf den früher ausgedeuteten Steinbruch zu stehen, so daßman hier nothwendiger Weise bis auf den festen Fels graben und fundamcntiren mußte. Einmalaber auf dem Felsen, mußte man demselben folgen, da man sonst ungleiches Fundament und un-gleiche Senkungen erhalten hätte. Die Felsschicht senkte sich erheblich gegen Nordwest, und es reichenan dieser Ecke des Gebäudes die Fundamenttiesen bis auf 28'. Durchschnittlich beträgt dieselbe15—18', und da man auch noch mit Grundwasser zu kämpfen hatte, so war bei den Fundamenteneine Ueberschreitung des Voranschlags unvermeidlich, gewiß aber bei den vorhandenen Lokalverhält-nissen gerechtfertigt. — Die Herren Fehr und Gelzer betrieben die Arbeiten mit vieler Energie, so