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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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daß ihnen im Berichtsjahr eine erste Abschlagszahlung von Fr. 55000 gemacht werden konnte. HerrFürst traf alle Vorbereitungen, um mit dem Eintritt günstiger Witterung ebenfalls rüstig an die Aus-führung schreiten zu können.

Die Administrationskosten (Zeichner, Konkurspläne, Bureau, Reisen rc.) betrugen im Jahr 1859Fr. 9613. 95 R. und im Jahr 1860 Fr. 6361. 60 R.

Die bis Ende 1859 erlaufenen Baukosten für das Chemiegebäude betrugen Fr. 50388. 62 R.

1860 - 118015. 86 -

allein der definitive Rechnungsabschluß Fr. 168134. 18 R.

wird erst in spätern Jahresberichten gegeben werden können, da von den Uebernehmern noch daund dort Nacharbeiten und vertragsgemäße Verbesserungen vorgenommen werden müssen, namentlichaber, weil zwischen der Regierung und dem schweizerischen Schulrathe Differenzen über den Begriffvon Mobiliar und Apparaten obwalten, deren Erledigung noch nicht stattgefunden hat. Im klebrigenwurde das Gebäude schon mit Ostern 1860 bezogen und im Dezember von den bundesräthlichenExperten untersucht und den Forderungen des Programms entsprechend, solide und zweckmäßig aus-geführt erklärt, so daß es von der Eidgenossenschaft übernommen werden könne.

Da die Vollendung der Hauptbaute nicht in dieses Dezennium fällt, so wird der Bericht darübereinem spätern Bande dieser Chronik überlassen werden müssen.

Historische Notizen betreffend das eidgenössische Polytechnikum.

1854.

Am 7. März erließ die Bundesversammlung das Gesetz über Errichtung einer polytechnischenSchule.

Es wurde dann eine Kommission bestellt und mit Entwerfung eines Reglements beauftragtbehufs weiterer Vollziehung des Gesetzes bestehend aus den Herren Pros. P. Volley in Aarau ,Pros. G. Delabar in St. Gallen, Regierungspräsident Alfred Escher in Zürich , RealschuldirektorHugendubel in Bern, Nationalrath I. K. Kern in Zürich, Großrath A. Tourte in Genf , National-rath L. Wenzer in Lausanne und Pros. W. v. Deschwanden in Zürich .

Am 31. Heumonat wurde das von dieser Kommission entworfene Reglement unter Vorbehaltspäter zu machender Erfahrungen vom Bundesrath angenommen und die Eröffnung der polytechni-schen Schule auf den Herbst 1855 festgesetzt, und ein übertragbarer Spezialkredit von 114000 Fr.für 1851 bewilligt, so wie 127000 Fr. an den Voranschlag für 1855 aufgenommen.

Am 2. August wurde der schweizerische Schulrath bestellt und zwar wie folgt:

die Herren vr. I. K. Kern in Zürich, Präsident; Alfred Escher in Zürich , Vizepräsident;Nationalrath Tourte in Genf; Pros. Bernhard Studer in Bern; Seminardirektor Augustin Keller in Wettingen ; und als Ersatzmänner: Herr Ständerath Aim6 Humbert in Neuenburg und HerrNationalrath A. R. Planta in Zürich . Die dritte Ersatzmannsstelle blieb noch unbesetzt. — Beiseiner Konstituirung am 28. Herbstmonat 1851 ernannte der Schulrath zu seinem Sekretär HerrnI. Stecker von Tchönenberg, Kanton Zürich, früher Professor in Chur , dem später auch provisorischdas Rechnungs- und Kassawesen übertragen wurde.