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Der Vorbereitungskurs hatte den Zweck, einerseits zum Eintritt in den ersten Jahreskurs derBau- und Ingenieur-, mechanisch-technischen und Forstschule zu befähigen und zerfiel demnach inzwei Hauptabtheilungen. Nachdem die hierfür erforderliche Wahl von 10 Lehrern getroffen und eineBekanntmachung und ein Programm erlassen war, begann derselbe am 1. Mai 1855 in Zürich und dauerte ununterbrochen fort bis zum 8. September. Die Zahl der hierfür angemeldeten Schülerwar 50 und der Zuhörer 19., und zwar für die Bauschule 7, die Ingenieurschule 21, die mecha-nische Schule 13, die chemische Schule 5, die Forstschule 0, die philosophische und staatswirthschaft-liche Abtheilung 4. — Das Resultat war befriedigend, indem nur 4 Schüler für nicht befähigt erklärt,von den übrigen als gut vorbereitet, */, als mittelmäßig bis schwach vorbereitet befunden wurde.
Von den Lehrstellen für den eigentlichen Kurs wurden durch die nun Weiler vorgenommenenWahlen 28 Professuren und 8 Hülfslchrer-, resp. Assistentenstellen besetzt, nämlich: 4 für die Bau-schule, 2 für die Ingenieurschule, 4 für die mechanisch-technsiche, 2 für die Forstschule, 4 für diechemisch technische Schule, 2 für Physik, 1 für Zoologie, 2 für Botanik, 4 für mathematische Wissen-schaften, 11 für literarische und staatswirthschaslliche Wissenschaften. Eine Schwierigkeit, welche beider Wahl der Lehrer hemmend in den Weg trat, bot der Art. 15 des Bundesgesetzes, welcher vor-schreibt, daß die Professoren in der Regel auf eine Amtsdauer von 10 Jahren ernannt werden, daßaber ausnahmsweise Berufungen auf Lebenszeit stattfinden können. Doch gelang es, von den 36stattgehabten Ernennungen eine größere Zahl von Lehrern für eine auf 10 Jahre beschränkte, oderaber für eine unbestimmte Amtsdauer zu gewinnen und nur 13 mußten auf Lebenszeit angestelltwerden. Der Unterricht in der Geologie, Mineralogie und Paläontologie wurde einstweilen vonDozenten der zürcherischen Hochschule besorgt.
Die Prüfungen der sich anmeldenden Schüler, welche man versuchsweise auf verschiedene Orte,Chur, Zürich, Bern, Lausanne , verlegte, wurden größtentheils auf Verlangen der Angemeldeten inZürich abgehalten, nämlich 75 in Zürich, 5 in Bern, 7 in Lausanne, 0 in Chur — Summa 87Zöglinge.
An der Eröffnungsfeier nahmen außer dem schweizerischen Schulrathe zwei Abgeordnete desBundesrathes als Vertreter der Bundesversammlung, der Regierungs- und der Erziehungsrath desKantons Zürich, der Stadtrath von Zürich , die Professoren der dortigen Hochschule, eine Abordnungder Studirenden an letzterer und die Professoren und Schüler des Polytechnikums Theil.
In die Kurse des ersten Schuljahres wurden 68 Schüler aufgenommen (davon 16 aus demKanton Zürich, 49 aus der übrigen Schweiz und 3 Ausländer) und 101 Zuhörer (wovon 47 ausdem Kanton Zürich, 43 aus der übrigen Schweiz und 1t Ausländer), zusammen 169 Studirende;zu denen noch 14 später Angemeldete hinzukamen, so daß die Totalsumme von 183 die Voraus-setzung der Kommissionen und Behörden beträchtlich überstiegen. Mit Rücksicht auf die Fachschulenwurden aufgenommen: in die Bauschule 9, in die Ingenieurschule 19, in die mechanisch-technische17, in die chemisch-technische 13, in die Forstschule 4, in die Lehramtsschule 6.
Unmittelbar nach Eröffnung der Anstalt vervollständigte der Schulrath die letzten einleitendenMaßnahmen durch die Wahl der Direktoren der verschiedenen Sammlungen, der Vorstände derSpezialkonferenzen, der Bibliotbekkommission und des Bibliothekars. Die Direktion der ganzen Schulewar schon früher dem Herrn Professor Wolfgang von Deschwanden übertragen worden. Als Kassierwurde definitiv Herr David Wißmann von Unterstraß gewählt.