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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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arbeiten, die Zeichnungen und praktischen Arbeiten, die Examinatorien und Repetitorien und diejährlichen Promotions- und Diplomprüfungen, welche alle in diesem Schuljahr erfreuliche Resultatelieferten. Bon den sämmtlichen Schülern konnten nur 9 nicht in die folgenden Jahreskurse auf-steigen. Sehr erfreulich ist es, daß fast alle Schüler der obersten Klassen sich für die Diplom-prüfung anmeldeten und daß 12 Schülern Diplome ertheilt werden konnten, und zwar 2 mit derNote „vorzüglich", 6 mit der Note „gut" und 4 mit der Note „genügend"; dagegen konnte 4Schülern noch nicht entsprochen werden, welche zum Theil an der Anstalt blieben, um das Man-gelnde nachzuholen. — Am Schlüsse des Schuljahres 1858/59 kam die Schule zum ersten Mal inden Fall, Lösungen ausgeschriebener Preisfragen entgegen zu nehmen und einen ersten Preis fürdie Lösung der chemischen Aufgabe, so wie einen zweiten Preis für die Lösung der Aufgabe derIngenieurschule zu ertheilen. — Bezüglich auf die Disciplin wurde eine Wegweisung und zwei An-d.ohungen von solchen wegen Duellirens und Unfleißes verfügt.

Die Sammlungen erhielten fast alle bedeutenden Zuwachs theils durch Ankauf, theils durchSchenkung. Die architektonische und diejenige für die Ingenieurschule wurden auf eine sehr zweck-mäßige Weise durch Vervielfältigung der von Schülern angefertigten Zeichnungen mittelst Litho-graphie vermehrt, und für die Borlagensammlung der mechanischen Abtheilung werden zirka 80Stück große Wandtafeln angeschafft. * Mit dem Escher-Zollikvfer'schen Museum wurden die übrigencntomologischen Sammlungen, namentlich auch die vom Stadtrath von Zürich geschenkte Bremi'scheSammlung vereinigt, und unter Aufsicht eines definitiv erwählten Kustos, Herrn Dietrich, gestellt.Mit Ordnen eines Theils der reichen Herbarien war Herr Brügger beschäftigt. Den Hauptzuwachsder mineralogischen Sammlung bildet die aus 2437 Nummern mit 2800 Stück bestehende Samm-lung des sel. Herrn Oberst Lardy aus Lausanne . Die Prachtexemplare wurden für die Schausamm-lung ausgeschieden, damit sie nicht mehr beim Unterricht gebraucht werden müssen. — Für dieBibliothek ist der Kredit von 4000 Fr. auf 5000 erhöht worden. Dieselbe ist auf 4450 Bändeangestiegen. Auch das Lesezimmer erfreute sich fortwährend eines starken Besuches. — Der Besuchder Werkstätten war ziemlich lebhaft, besonders diejenige für Metallarbeiten. — Das analytischeLaboratorium wurde von 23—25 Praktikanten besucht. Das technische Laboratorium zählte imWintersemester 4 Schüler und 13 Zuhörer, im Sommersemester 5 Schüler und 9 Zuhörer. — Fürdas physikalische Kabinet wurden 3443 Fr. verwendet, wovon Fr. 2247. 82 R. aus dem Spezial-kredit bezahlt wurden. — Die forstwissenschaftliche Sammlung besteht aus 8 Abtheilungen, nämlich1. einer Sammlung von ganz dünnen durchsichtigen Querschnitten der meisten einheimischen und akkli-matisirten Holzarten, 2. 100 Querschnitte eben so vieler Holzarten, 3. 100 Längenschnitte derselben,4. einer Samensammlung, 5. Sammlung von Forstinsekten, 6. Modellsammlung, 7. Sammlungvon Holzhauer- und Kulturwerkzeugen und Meßinstrumenten, 8. zirka 190 lithographirte Pläne vonWaldungen in der Umgegend von Zürich . — Der Schulrath behandelte in 8 Sitzungen 65 Ge-schäfte, und außerdem wurden vom Schulrathspräsidenten 306 Geschäfte besorgt. — Durch dasNachtragsgesetz vom 29. Januar erhöhten die Bundesbehörden den jährlichen Bundesbeitrag an

* Ueber alle diese Erwerbungen hier einzutreten, erlaubt uns der Raum nicht und wir verweisen teßbalb auf dasBundesbl. 1860 II. S. 136 ff.

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