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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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dauernden Diplomprüfungen nahmen die Lehrerschaft am Schlüsse des Jahres in hohem Maße inAnspruch.

Der Schulrath hielt in dem betreffenden Schuljahr 8 Sitzungen, in denen er 9-1 Schluß-nahmen faßte, wozu von Seite des Präsidenten 292 den Gang der Schule bcschlagende Verfügun-gen hinzukamen. Bundesbl. 1859 I. S. 553 ff.

Fünftes Schuljahr 1858/59.

Die Gesammtzahl der Vorlesungen betrug im Winterhalbjahr 115, im Sommerhalbjahr 102.Im Wintersemester waren 48, im Sommersemester 44 Lehrer thätig. Der früher wiederholt gerügteUebelstand betreffend Unregelmäßigkeit des Anfangs und Schlusses der Vorlesungen hat sich bedeu-tend vermindert. Mit den Vorlesungen gingen Hand in Hand Exkursionen der Lehrer mit ihrenSchülern und es ist dankbar anzuerkennen, daß überall, wo auf solchen Ausflügen die Hülfe oderGefälligkeit dritter Personen, namentlich der Besitzer oder Leiter technischer Etablissements mußte inAnspruch genommen werden, dieselbe Lehrern und Schülern in vollem Maße auf die uneigennützigsteWeise zu Theil wurde.

Die Frequenz für das Schuljahr 1858/59 zeigte 109 Schüler (darunter 16 aus dem KantonZürich, 78 aus der übrigen Schweiz und 15 Ausländer und zwar:

zu

Ansang

Miltc

Bauschule

9

10

Ingenieurschule

31

32

Mechanische Schule

24

25

Chemische Schule

13

13

Forstschule

8

9

Sechste Abtheilung

18

20

103 109

am Schluß des Schulj. davon vom letzten Jahr neu eingetreten

8

4

6

29

24

8

25

14

11

13

4

9

9

4

5

15

9

11

99

59

50

Zuhörer: im Wintersemester 136, darunter 69 Hochschüler.

- im Sommersemester 114, darunter 58 Hochschüler.

Der durch das Nachtragsgesetz vom 29. Januar 1859 eingeführte mathematische Vorbereitungs-kurs zählte 22 Schüler, davon 5 Ausländer, 16 davon zur Vorbereitung für die mechanische undfür die Ingenieurschule. — Die Anstalt hat durch den Tod des Herrn Pros. Dr. Jvs. Raabe ausBrodie in Galizien einen herben Verlust zu beklagen. Als Hülfslehrer schieden aus die HerrenStigler, Hülfslehrer und Dr. Wild, Privatdozent; dagegen trat Herr Dr. Vögeli aus Zürich alsPrivatdozent für die chemischen Fächer auf. — Bezüglich auf den Fleiß der Schüler und über dieSchulzucht überhaupt, ehrt die Schulbehördc die selbststandige Thätigkeit der jungen Leute und unter-stellt dieselbe keiner das Ehrgefühl verletzenden Polizeiaufsicht außerhalb der Schule, hält aber strengedarauf, daß in der Schule und für die Schule und das Leben in der That gearbeitet werde. DieSchweiz dürfte nach ihrer Lage und dem Sinn und Geist der Nation wohl berufen sein, in ihrerHähern technischen Schule eine Vermittlung zwischen französischer und deutscher Auffassung durch-zuführen. Die Schule sucht den Eltern alle wünschbare Beruhigung zu bieten und gleichzeitig dieJugend zur Selbstständigkeit, Freithätigkeit und zu einem tüchtigen wissenschaftlichen Streben hin-zuleiten. — Die dahinzielenden Konirolirungsmittel sind die vierteljährlichen Zeugnisse, die Konkurs-