222
der Kapelle an der Zürich -aargauischen Grenze ausdehnte und somit einen Umfang etwa wie dieStadt Winterthur hatte. Man fand Böden aus Backsteinen, thönerne Heizröhren, römische Dach-ziegel, Gesimse aus Jura-Marmor, Stücke von Amphoren und Münzen.
Auf der Egg bei Schöfflisdorf wurde eine Reihe von Grabhügeln entdeckt.
Ebenso erwiesen sich die Erderhöhungen bei der Eisenbahnstation von Elgg als keltische Be-gräbnißstätten.
Im August 1856 fand ein Arbeiter beim Legen der Gasröhren auf Peters Hofstatt inZürich einen Ring und 12 römische Münzen; von diesen letzter» wurden 8 Stück aus den Zeitender Kaiser Claudius und Trojan an verschiedene Personen verkauft, und nur 4 kamen an die anti-quarische Gesellschaft; der Ring von unbedeutendem Metallwerth wurde von einem Goldschmiedeeingeschmolzen.
1857.
Auch bei Otelfingen wurde im Aggenbühl-Buck eine Fundstelle von Alterthümernentdeckt.
Beim Bau der neuen Münster Häuser, an der Stelle des ehemaligen Salzhauses inZürich wurden Gerippe gefunden, über deren Herkunft man keine sicheren Vermuthungen auf-stellen kann.
1858.
In Aesch bei Birmensdorf und zu Bülach wurden zwar keltische Grabhügel aufgedeckt,deren Inhalt aber unbedeutend war.
Ebenso auf der Lebern oberhalb Kilchberg ; hier war das Grab aus trockenen Feldsteinenaufgeführt und mit mehreren Platten aus rothem Thonschiefer bedeckt. Der darin Bestattete hatteOhrringe von Erz und ein Halsband von Korallen aus verschiedenfarbigem Glasfluß; auch fandensich Schnallen von Eisen und Bronze und ein Messer.
1859.
Am Katzensee, unweit der alten Burg Regensberg, wurde ein Grabhügel aufgedeckt.
Zu Fehraltorf wurden im Allmendacker mehrere keltische Gräber ausgegraben und Skelettemit Waffen gefunden.
Im Aathal stieß man auf die Fundamente einer römischen Villa mit Mosaikboden undHeizanlagen.
1860.
Auf der Anhöhe östlich von der Kreuzstraße zwischen Bülach und Eglisau , genannt Wild-stud, wurden die Trümmer einer römischen Ansiedlung entdeckt und von Alterthumsfreundenuntersucht.
Im Burgtobel zu Stäfa wurde eine römische Silbermünze vom Imperator Gordianusgefunden, was in Verbindung mit dem Namen vermuthen läßt, daß dort eine römische Stationoder ein Kastell gestanden habe.
Bei der Scheune des Müller Frei in Schlieren wurde in Tufstein ein Römergrab entdeckt.Neben dem Gerippe fand sich ein Schwert und ein wohl erhaltenes Armband von Anthracit.