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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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Im Jahr 1859 sollte das Auftreten der Maikäfer nach dem Urnerjahr stattfinden. Allein nachden Berichten aus dem Bezirk Asfoltern erschienen so wenige derselben, daß keine Anordnungen zumEinsammeln getroffen werden mußten. Es wurde festgesetzt, daß für die Juchart und darunteri/z Viertel eingeliefert werden solle. Ebenso wurden im Bezirk Regensberg nur in 2 statt in 14Gemeinden eingesammelt, da in den übrigen wegen der schlechten Witterung ebenfalls nur wenigeKäfer sich zeigten.

Gesammelt wurden im Bezirk Zürich.192 Malter 5 Viertel 7 Jmmi

-

- Hinweil.

28 - - - 1l/z

-

-

- Bülach.

72-9-8

-

-

- Pfäffikon.

108 - 5 - 7'/z

-

in

2 Gemeinden des Bezirkes Regensberg

17-4-5

-

im

Bezirk Winterthur .

403 - 4-8

-

Summa

823 Malter - Viertel 7

Jmmi

Da die Jahre 1851, 1854, 1857 und 1860 für den Kanton Zürich keine sogenannten Käser-jahre waren, so wurde ein Einsammeln der Maikäfer nicht angeordnet. *

Erziehungswesen, Erziehungsdirektion und Erziehungsrath.

Um sich einen Begriff von dem Umfang des Zürcherischen Erziehungswesens und der Thätigkeit desErziehungsrathes und des Erziehungsdirektors machen zu können, mögen hier folgende allgemeineBemerkungen Platz finden.

Außer der Leitung und Fürsorge für die stäte Fortentwicklung des vielgliedrigen Volksschul-wesens, haben in diesem Dezennium die Erweiterung und Umgestaltung der Organisation des höher»Unterrichtswesens die Thätigkeit der Behörde auf außerordentliche Weise in Anspruch genommen,und als endlich im Jahr 1854 die Errichtung des eidgenössischen Polytechnikum von den Bundes-behörden beschlossen, und Zürich als Sitz dieser Anstalt erwählt wurde, war es nicht anders möglich,als daß die Einführung derselben auf den Schulorganismus des Kantons Zürich sehr bedeutendeRückwirkungen ausüben mußte. — Abgesehen von den zahllosen Verhandlungen mit den verschiedenendabei betheiligten Behörden über die provisorische Unterbringung der Anstalt (s. die Art. Hochbauund Polytechnikum) und der Berathungen und Verhandlungen bezüglich aus die Neubaute, in welcherzugleich auch die zürcherische Hochschule untergebracht werden sollte, — mußte der Unterrichtsplander obern Industrieschule, welche um einen halben Jahreskurs verkürzt wurde, wesentlich umgeändertwerden.

* Nach Herrn Professor Oswald Heer's Berechnung enthält ein Tester zirka 6400 Käfer, und eS wurden also z. B.im Jahr 1852 zirka 168,000000 Käfer getödtet, wovon etwa die Hälfte als weibliche Individuen angesehen werden können.Jedes Weibchen legt aber durchschnittlich 30 Eier und es würden also jene 84,000000 Laubkäferweibchen zirka 2520,000000Eier gelegt haben, woraus man schließen kann, welch außerordentliche Menge von Engerlingen durch das Todten der Käfervernichtet wurden. Dabei dürfen wir aber nicht verhehlen, daß jene Zahl um einen guten Theil reduzirt werden muß, daßnur mit den allererst vertilgten Käfern die ganze zukünftige Brüt derselben vertilgt wurde, da die Maikäferweibchen aufEinmal nur zirka 6 Eier legen, dann wieder aus der Erde hervorkommen und nach jeder Paarung wieder in die Erd«kriechen, wo sie zuletzt absterben.