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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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das Gefrieren zu verhüten. Es gelang indessen ca. 18000 Eier der Anstalt zuzuführen. — DieEntwicklung ging im Allgemeinen rasch und normal vor sich, so daß die Anstalt schon in 43 Tagen(Minimum der Brutzeit) die ersten jungen Fische erhielt. Aus den eingesetzten 9000 Stück Forellen-eiern entwickelten sich 8000 Fische, unter denen sieben zweiköpfige Mißgeburten, von welchen einigenach Zürich für physiologische Beobachtungen abgegeben wurden und ca. 80 Stück Zwillinge, dieaber, nachdem sich das Nabelbläschen (beziehungsweise Nahrungsbläschen) vollends absorbirt hatte,in Zeit von 6 Wochen sich trennten. (Es ist übrigens diese Erscheinung nicht neu und soll auchschon im College de France beobachtet worden sein.) Von den 20000 Röthelneiern erhielt manca. 15000 junge Fische, von den 18000 Gangfischeiern etwa 3000, wobei zu erinnern ist, daßnur die große Kälte das rasche Absterben der Saamenthierchen bei dem Besruchtungsakt und das Zu-sammengefrieren der Eier während des Transportes verursachte und ein vollkommenes Gelingen hinderte.Die weitere Entwicklung der gewonnenen 36000 jungen Fische war dann in jeder Richtung be-friedigend. Für Erzielung eines noch besser befriedigenden Ergebnisses mit der Grundforelle wurdedann die Anschaffung von Mutterfischen, die in den Teichen der Anstalt leicht fortkommen, beiZeiten begonnen, so daß für die nächste Laichzeit eine größere Operation an die Hand genommenwerden kann. Die Ausgaben für die Anstalt belaufen sich in diesem Jahre auf 1152 Fr. 93 Rp.

1856.

Die im vorigen Jahre gewonnenen 26—28000 Fischchen verschiedener Salmenarten wurdenin den Bassins der Anstalt bis Mai und Brachmonat zurückbehalten und dann dem See überliefert.Bis Mitte April wurden sie mit getrocknetem und pulverisirtem Rindfleisch und gekochtem Blute,hernach mit ganz jungen lebenden Fischchen, O^priirus rutilus, nasus, pdoxmus und besonders mitUerea üaviatilis gefüttert. Von der letzten Art erhielt die Anstalt Anfangs Mai ca. 45000 Stück,die sämmtlich als Speise der jungen Forellen verwendet wurden. Im Brachmonat und Hcumonatward mit o^prinus oepbalus, darbn, tmca, obschon in bescheidenem Maße, doch mit glücklichemErfolg operirl. Ein Theil dieser Brüt befand sich am Schlüsse dieses Jahres noch in den Kanälen,und ließ sich leicht mit Pflanzen, unbefruchtetem Fischlaich und Würmern füttern. Zufolge erhaltenerWeisung „namentlich auf Produktion der Salmenarten, behufs Vermehrung derselben im Zürichsee bedacht zu sein", wurden für Einkauf solchen Laichs und lebender Laichfische schon im Herbstmonatund Weinmonat die erforderlichen Anordnungen getroffen. Da aus der Linth sehr wenig auf Forellen-lieferung gehofft werden durfte, so mußten andere Bezugsquellen aufgesucht werden. Zunächst wurdenaus der Fischzuchtanstalt in München 10000 befruchtete Eier von Salmo trutta bezogen, dannvon Fischern in Schwyz lebende Laichfische aus der Muotta, Lalmo uwbln, die ca. 21000Eier lieferten, ferner Röthelilaich aus dem Zugersee ca. 10600 Eier und ein Quantum lebenderSalmo lacustris, die mit denjenigen vom vorigen Jahre ca. 6-1000 Eier einbrachten; endlich erhieltdie Anstalt aus Forellenbächen der Umgegend und von Burgdorf von Lalwo lario ca. 15000 StückEier, die in die Brutkanäle versetzt wurden. Die Witterung war mit Ausnahme Anfangs Winter-monats der Brütungsperiode günstig und die Entwicklung ging rasch und normal von Statten,und man erhielt von

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