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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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1853.

Um dem auf verderbliche Weise überhand nehmenden Seidendiebstahl (der im KantonZürich auf zirka 1 Million oder mehr per Jahr geschätzt wird) möglichst abzuhelfen, haben sichdie Seirenfabrikanten beinahe vollzählig zusammengethan und suchen vermittelst Ertheilung vonPrämien an Entdecker ihren Zweck, sich vor Schaden zu bewahren, zu erreichen. Am 26. August1853 wurde die erste Prämie von Fr. 300 ertheilt.

Durch die Seidentrocknungsanstalt gingen vom 1. Juli 1852 bis 30. Juni 1853 750857 ^ Seide.

In Wald wurde eine Süßholzsaftsabrik errichtet.

In den Werkstätten von Escher, Wyß und Comp. waren gegen Ende des Jahres 6 Dampf-boote in Arbeit für die Schweiz, für Oesterreich, Sardinien und Neapel .

Gegenwärtig darf sich der Kanton Zürich rühmen, den ersten Spinner auf dem europäischen Kontinent, Hrn. Oberst Kunz, zu besitzen, der über 120,000 Spindeln gebietet.

Von den am Ende des Jahres 1853 im Kanton Zürich gezählten 419696 Spindeln

befinden sich im Bezirk

Zürich

21836

V

V

Affoltern

7740

v

Horgen

40604

v

v

Meilen

10444

v

V

Hinweil

84584

v

»

Pfäffikon

19448

v

v

Winterthur

120004

v

V

Bülach

11248

v

V

Uster

58408

374416.

Dazu kommen noch in 4 von

obigen Bezirkenin Uster gehörig

dem

Hrn. Kunz

40280

Summa: 414696.

Im Jahr 1836 zählte man nur 21836 SpindelnZuwachs 392860 »

1854.

Für Hebung der Seiden-Jndustrie hat sich in diesem Jahre ein Verein gebildet, dem sich mirwenigen Ausnahmen die in den verschiedenen Branchen dieses wichtigen Industriezweiges thätigenHäuser angeschlossen haben. Seine im Wintermonat der Direktion des Innern vorgelegten Statuten,wurden von derselben genehmigt.

Im Handwerksstande machte sich neben der Ansicht, daß nach Aufhebung des Zunftzwangsjedes Handwerk in der freien Konkurrenz genügende Anregung zu seiner wettern Ausbildung finde,auch die Meinung geltend, daß man hierbei nicht stehen bleiben dürfe, ohne befürchten zu müssen,daß Vermögen und Intelligenz allmälig sich von diesem Stande abwenden und auf andere Erwerbs-zweige übergehen könnte, was zu verhüten in der Aufgabe der Behörden liege. Diese aber finden,daß ein Druck ober Zwang auf den einen oder andern Zweig höchst nachteilig und auf jeden