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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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345
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die Baukosten 26988 Fr. 58 R. und 1857 169-19 Fr. 22 R., zusammen 13937 Fr. 80 R. (derBoranschlag war Fr. 12009).

1858.

Im Laufe dieses Jahres wurde die Reitbahn bis auf weniges vollendet und dem Gebraucheübergeben. Der untere nordöstliche Flügel der neuen Stallungen ward ebenfalls unter Dach ge-bracht. Derselbe hat die gleiche Größe und Einrichtung wie der obere Flügel mit Ausnahme einigeruntergeordneter Abänderungen, die sich durch den nun zweijährigen Gebrauch als zweckmäßig heraus-gestellt hatten. — Außer den jährlichen zur Instandhaltung der Gebäude erforderlichen Reparaturenwurden im Mirtelflügel und dem südlichen Seitenflügel des neuen Zeughauses im Sihlwiesli Ver-schalungen angebracht, um dieselben zur Aufbewahrung von Trainpferdgeschirren einzurichten undin der Kaserne wurde in der Kantinenküche ein neuer Kochherd hergestellt.

1859.

Die Reitbahn und Militärstallungen erhielten in diesem Jahre bis auf weniges ihre Vollen-dung. Der nordöstliche Flügel war im letzten Jahre unter Dach gebracht und konnte schon im Aprildieses Jahres von der Artillericschule benutzt werden. Im Lauf des Sommers wurden die Brunnen,die großen Dünggruben und die Einzäunung hergestellt und der ganze Platz aplanirt und bekieset.Im Herbst wurde das alte Stallgebäude zum Abbruch aus die Gant gebracht und dafür 3501 Fr.erlöst. Die Gesammtkosten der Anlage sind folgende:

Ausgaben im Jahr 1856 Fr. 26988. 58 R.

1857 „ 18898. 81 „

1858 „ 50580. 78 „

1859 „ 21719. 77 „

Summa Fr. 151217. 97 R.

Davon zieht sich ab „ 3501. — „ als Erlös von den alten Stallungen

und es verbleibt somit Fr. 117716. 97 R.

Die Summe vertheilt sich wie folgt:

1) Südwestlicher Flügel Fr. 13937. 80 R.

2) Reitbahn „ 50610. 85 „

3) Nordöstlicher Flügel „ 18156. 12 ,,

1) Umgebung „ 8212. 90 „

Summa Fr. 151217. 97 R.

Der große Unterschied in den Kosten der beiden Stallflügel, von denen der erstere in den Jah-ren 1856/57, der letztere in den Jahren 1858/59 gebaut wurde, und die in Anlage und Ausführungeinander gleich sind, ergibt sich einzig aus dem beträchtlichen Steigen der Baupreise.

Für ein zweites neues Munitionsmagazin wurde ein Bauplatz außerhalb Wiedikon,rechts von der Landstraße beim Triemli für 721 Fr. angekauft und der Bau nach stattgehabter Aus-schreibung dem Herrn Zimmermeister Ulrich als Mindestfordernden für die Summe von Fr. 12000übergeben, wobei jedoch die Umfassungsmauer nicht inbegriffen ist. Bezüglich auf den Plan hieltman sich genau an denjenigen des schon bestehenden Magazins im Sihlfeld, das sich im Lauf der

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