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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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der Miiitärschule Wachtbarracken errichtet (Kosten 3911 Fr.). — Im Zeughaus im Löwenhof wurdedie Wagnerwerkstätte erweitert und der Boden der Schmiede erneuert.

1853

wurde außer den gewohnten Reparaturen in der Kaserne der bisher jenseits der Straße gelegene,gutes Wasser führende, einem Privaten gehörende Sodbrunnen an die Mauer der Kaserne verlegt(Kosten 1400 Fr.), eine Anzahl neue Kennet und Rohre angebracht, eine Musterbarracke hergestelltzum Auseinanderlegen und Transportiren eingerichtet (Kosten zirka 1000 Fr.).

1854.

Der Bau eines neuen Pulvermagazins im Sihlfeld wurde um Fr. 11950 in Akkord gegebenund bis im Spätjahr vollendet.

1855.

Um das neue Munitionsmagazin im Sihlfeld wurde eine Umfassungsmauer von behauenenQuadern solid hergestellt (Kosten 6600 Fr.). — In der Kaserne wurden in 3 Zimmern neue Bodengelegt, in der Soldaten-Canrine neue Brusttäfer, im Lingen -Magazin eine Dachverschalung, in denSchlafsäälen auf den Dachboden neue Fenster u. s. f. Für die Militärschulen wurden Wachthütten aufge-stellt ; im Löwenhof das Administrationegebäude um einen Stock erhöht (Kosten 3733 Fr. 53 R.).

1856.

In der Kaserne wurden die Zimmer und Gänge gcweißelt und 100 neue Bettstellen angeschafft(Kosten 1200 Fr.).

Die Hauptbaute in diesem Jahre (1856) bildeten aber die neuen Militärstallungcn, zu welchenim vorigen Jahre die Pläne und Detailzeichnungen unter der Leitung des Bauinspektorats ange-fertigt worden waren. Von dem neuen Gebäude wurde im alten Schützcnplatz den alten baufälli-gen hölzernen Ställen gegenüber der südwestliche Flügel im Brachmvnat begonnen und im Wein-monat unter Dach gebracht, so daß die Stallungen iin März 1857 schon von der Artillerieschulebenutzt werden konnten, weshalb aber ein Theil der Bauarbeitcn erst im Sommer 1857 vollendetwurde.

1857.

Außer dem gewöhnlichen Unterhalt der Gebäude erhielt die Schmiede im Löwenhof einen neuenPlattenboden und das Zeughaus im Sihlwiesli einen Sodbrunnen im Hose. In die Kaserne wur-den neue Tische und Bänke angeschafft, die Fenster im ersten Dachboden erneuert, im Kommissariats-zimmer ein neues Kleidermagazin eingerichtet, die Lingenkammer verschaalt, eine Speisekammer fürdie Kantinenküche hergestellt, das Arrestlokal Nr. 2 mit einem neuen Ofen versehen und das schad-hafte Thor des Kommissariatsgcbäudes durch ein neues ersetzt.

Die Hauptbaute dieses Jahres betrifft die Reitbahn. Sie bildet den Mittelpunkt der imvorigen Jahre begonnenen Gesammtanlage der Militärstallungen. Die Ausschreibung der Bauarbei-ten erfolgte im Mai und die Ausführung begann im Brachmonat; allein verschiedener ungünstigerVerhältnisse wegen konnte das Gebäude erst Ende Wintermonats unter Dach gebracht werden. DerVoranschlag betrug Fr. 40000, woran 31949 Fr. 62 R. ausgegeben wurden. Der südwestlicheFlügel der Stallgebäude wurde im Wesentlichen vollendet und dem Gebrauch übergeben. Die Ge-sammtabrechnung konnte aber noch nicht erfolgen, weil wegen Veränderung des ursprünglichen Planesmehrere Abänderungs- und Vervollständigungsarbeiten nöthig wurden. Im Jahr 1856 betrugen