348
Neubauten ausgeführt, namentlich für ein ordentliches Spital für kleine Thiere, ein Operationssaal,zwei Laufstände, eine Remise, Versetzung der Schmiede und Vergrößerung des Anatomiegebäudes.Die Ausführung der Baute nach einem vom Bauinspektorate entworfenen Plane wurde nach statt-gehabter Ausschreibung an Maurermeister Fierz in Männedorf und Zimmermeister Ulrich im Sel-nau vergeben. Der obere Drittel des Neubaus, das Spital, ein Waschhaus, ein Kniestock mit Heu-boden wurden im Spätjahr noch unter Dach gebracht.
'l859.
Gegen Ende des Jahres wurden endlich die Seminarbauten vollendet und trotz der fortwäh-renden Benutzung des Gebäudes zweckmäßig und gut ausgeführt. Die Gesammtkosten betrugen
im Isten Jahr (1857) Fr. 4984. 22 R.
im 2ten „ (1858) „ 24422. 94 „
im 3ten „ (1859) ,, 14031. 65 „
Summa Fr. 43438. 81 R.
Im Seminar erforderte die Brunnenlcitung neuerdings einige größere Arbeiten. Imbotanischen Garten und im Kantonsschulgebäude wiederholten sich die gewöhnlichen Repa-raturarbeiten; außerdem wurde im Turnschopf ein neuer Boden, Wandverschalung und Pflasterdeckehergestellt und 2 Gußofen angebracht. — Im Hochschulgebäude mußte die Luftheizung einergründlichen Reparatur unterworfen werden; — im Anatomiegebäude erhielt der Hörsaal eineneue Bestuhlung.
1860.
In der Thierarzneischule wurde am Mittelbau und am östlichen Flügel gearbeitet. Der erstereenthält einen Gang, zwei Vorplätze, zwei Laufstände, einen Operationssaal und geräumige Dach-boden; der letztere ist für Aufnahme der Schmiede, eines Kohlenmazazins, eines Beschlagraums,eines Holzschopfs und Dachbodens bestimmt; die ganze Anlage wird im nächsten Jahre seine Voll-endung finden.
Im Seminar wurden 2 neue Gartenportale, eine Aschentolle und mehrere Kellerzüge herge-stellt, auch war die Erneuerung der Brücke über den Dorfbach nöthig. — Im Turngebäude derKantonsschule wurden die Arbeiten für Heizbarmachung desselben ergänzt. — Außerdem fandendie alljährlich nöthigen Reparaturarbeiten in den übrigen Schullokalitäten wie gewohnt statt.
6. Unmittelbare Staatsgebäude.
1851.
Im Kornamt wurde das zweite Stockwerk des Wohngebäudes, um dasselbe vermiethen zukönnen, mit einem Kostenbeträge von 1650 Fr. zu einer Wohnung eingerichtet. — Im Obmann-amt wurden die bisherigen Sitzungszimmer verschiedener Regierungskollegien und Kanzleien nach denBedürfnissen der an ihre Stelle getretenen Direktionen ganz oder theilweise neu eingerichtet undan die Stelle der durchaus verfehlten Luftheizung eine Dampfheizung hergestellt. Die Vollendungdes Heizapparates durch die Herren Gebrüder Sulzer in Winterthur konnte aber erst im folgendenJahre stattfinden. — Im Rathhause fanden Veränderungen im Regierungsrathssaale, in den Zimmern