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1851.
Es war in dem Budget für 1851 für die Wiederherstellung der Uferbeschädigungen und weg-gerissenen Brücken der Sihl in Folge des Hochwassers von 1846 ein Kredit von 29000 Fr. a. W.angewiesen worden; allein der Bau der Brücke zu Adlisweil erforderte mehr als diesen Betrag. Dienoch im vorigen Jahre in Angriff genommenen Landpfeiler wurden im Taglohn ausgeführt, da dieKosten solcher Gründungsarbeiten niemals richtig im Voraus berechnet werden können. Die "'sto-tirung bot wegen der großen Geschiebe, aus denen der Baugrund besteht, große Schwierigkeitendar, doch konnten die Pfähle zu der erforderlichen Tiefe eingetrieben werden. Auf diese Pfähle wurdeder Rost angepaßt und auf diesen die großen Wolfsplatten versetzt. Nun begannen die Arbeiten desU nternehmers. Es wurde nämlich der Bau der beiden Landpfeiler und der ganze Oberbau, der nachdem amerikanischen (Howe'schen) System freitragenden Gitterwerke zu konstruirenden Brücke für dieSumme Fr. 36965. 33 R. a. W. an Herrn Baumeister Locher von Zürich in Akkord gegeben.Im Laufe des Jahres wurde nun die Quaderverkleidung der Landpfeiler aus großen Werkstückenvon Würenloser Muschelsandstein, die Gurten, Brüstungen und Eckpostamente aus Sandsteinvon Völligen und Bäch ausgeführt. Das Abbinden der Brücke fand auf dem Zimmerplatz desUnternehmers im Seefeld statt. Die benöthigten zirka 24 Stück Balken von 40 bis 60 FußLänge und 8 bis 10 Zoll Stärke mußten aus der Gegend von Zofingen hergebracht werden, allesübrige Balkenholz wurde vom Südabhang des Sihlthals bezogen. Im Oktober fand der Transportder Brückentheile auf die Baustelle statt und im November begann das Aufschlagen der Brücke,das mit dem Schlüsse des Jahrs beendigt wurde. Außer diesem Brückenbau kamen auf Rechnungdes außerordentlichen Kredites noch einige Reparaturen an Nothbrücken vor, so daß am Schlüssedes Jahres noch ein Schlußkredit von Fr. 18000 bewilligt werden mußte, der jedoch nicht ganz ver-wendet wurde.
Die Auslagen betragen für Unterhalt der Nothbrücke zu Adlisweil 8 Fr. 68 R.
An den Unternehmer
38101 „ 97 „
Spczialaufstcht bei der Regie, Akkordbauten rc.
897 „ 32 „
Reparatur der Nothbrücke beim Höckler
270 „ 63 ,.
Summa 39278 Fr. 60 R.
1852.
Bei Abfassung des Büdget für 1852 wurde außer dem übrig gebliebenen Saldo des letztjähri-gen Nachtragskredits im Betrage von 7721 Fr. 4 R. a. W. für Vollendung der noch rückständigenArbeiten für die Hochwasserschädigungen von 1846 nur noch Fr. 8000 a. W-, also im Ganzen15721 Fr. 4 R. a. W. (oder 19260 Fr. 36 R. n. W.) ausgesetzt. Es wurde nun auf Rechnungdieses Kredits der Bau der Brücke zu Adlisweil vollendet und eine größere Reparatur der Noth-brücke beim Höckler ausgeführt. — Zu jenen Vollendungsarbeiten gehörten die Anlegung der Fahr-bahn, die Verschalung, der Bau der Ufermauern und die Zufahrten. Am 29. April wurden dann,in Gegenwart deS Direktors der öffentlichen Arbeiten, unter Leitung des Straßeninspektors, desKreisingenieurs und mit Beihülfe des Bauunternehmers und acht dazu eingeladener Ingenieure undArbeitsaufseher, Versuche über das Tragvermögen der Brücke angestellt. Zur Untersuchung der Be-wegungen der Brücke bei Aufführung von Lasten auf dieselbe wurden auf jeder Brückenseite drei