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eigens dazu angefertigte Fühlhebel angebracht, welche die Bewegung sechsmal vergrößert an Grad-bogen anzeigten, und die isolirt von der Brücke an im Flusse stehenden Pfählen befestigt waren,so daß nur die Messerscharfe des kurzen Armes des Fühlhebels auf Metallplatten des Brücken-gebälkes ruhten. An beiden Enden der Brücke waren aus den Landpfeilern vier Niveaus aufgestellt,um allfällige Erschütterungen des Mauerwerks wahrzunehmen. Bei jedem dieser Apparate war einIngenieur ober Sachkundiger, um bei den Versuchen das Maß der Bewegungen zu noliren. — ZurZeit des Versuchs war eine Artilleriekompagnie in Zürich im Dienste und der Oberinstruktor der-selben hatte die Gefälligkeit, die Uebung an dem betreffenden Tage in die Gegend von Adlisweilzu verlegen und mit der bespannten Batterie bei dem Versuche mitzuwirken. Die Batterie bestandaus 6 Sechspfünder Kanonen, 2 Zwölfpfünder Haubitzen nebst den zugehörenden Caissons, imGanzen aus 16 Fuhrwerken. Ferner wurden 2 Wagen mit 200 Zentner Eisenmasseln zugeführt. —Das Resultat dieser Versuche ist aus nachstehender Tabelle ersichtlich.
Art der Belastung.
Einsenkungen der Brücke in Linienund Dezimaltheilen.
Mittel
der
Im ersten Viertelam rechten Ufer.
Im zweiten Viertelalso in der Mitte.
Im dritten Viertelvom rechten Ufer.
Einsenkung.
I. Die Batterie im Schritt aufgeschlossen
II. Die Batterie im Trab möglichst aufge-
0,39 -
0,56
0.31 "'
0.42
schlössen
III. Die Mannschaft, 110 Mann. mit dou-blirten Gliedern enge ausgeschlossen
0,62 "'
0.8g
0,51 '"
0,67 "'
im Schritt nach der Trommel
IV. Ein Wagen achispännig mit 100 Zent-ner Masseln beladen, zusammen nebst
0.35 -
0.53
0,38"'
0,42 "'
Wagen und Pferden 200 Zentner
V. Ein Wagen achispännig mit 200 Zent-ner Masseln beladen, Gesammtlast
0.53
0,78'"
0,38'"
0,56 '"
300 Zentner
0,85'"
1.12
0,74 "'
0,90 '"
Auf den Landpfeilern zeigten die Wafferwagen keine Aenderungen, was beweist, daß die Ver-ankerung der Brücke in den Pfeilern die Mauermaffe derselben nicht zu bewegen vermochte. In derVertikalrichtung hingegen erfolgten bei allen Versuchen, namentlich bei dem zweiten, Seitenschwan-kungen, die an einer in der Mitte der Brücke aufgehängten 16 Fuß langen Lothleine beobachtetwurden und Abweichungen von 2" bis 2,4" zeigten, was eine Folge der Erschütterung der Brückedurch die ungleiche Bewegung der darüber hingehenden Lasten war; nach jedem Versuch ging jedochdie Brücke wieder aus ihren senkrechten Stand zurück. Noch ist zu bemerken, daß die Versuche ineinem Momente angestellt wurden, der die Einsenkungen und Schwankungen am größten zeigenmußte; es war nämlich der Kiesbelag frisch aufgeschüttet, so daß die Räder tief einschnitten undnamentlich beim IV. und V. Versuche die acht Pferde nur mit der äußersten Anstrengung die Wagenzu bewegen vermochten, weshalb der Widerstand größere Emsenkungen und Schwankungen zeigenmußte, als wenn die Fahrbahn festgefahren gewesen wäre und die Wagen ohne Einschneidungdarüber hätten fortrollen können. Die größte Einsenkung, oder besser gesagt, die größte vorüberge-hende Federung von 1/"12 macht nur >/,rooo der 135 Fuß betragenden Spannweite der Brückeaus und beweist, daß die Tragfähigkeit viel weiter geht, als bei den vorgenommenen Versuchen,
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