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Nachdem der Stadtrath von Zürich 3000 Fr. und derjenige von Winterthur 2000 Fr. undzahlreiche Freunde des Kadettenwesens und der Jugend wetteifernd ihre Beiträge an das hierfürbestimmte Komite eingesandt hatten, wurden an die Erziehungs- und Schulbehörden derjenigenKantone der Ostschweiz , in denen Kadettenkorps bestanden, freundliche Einladungen erlassen, mit demAnsuchen diesen an dem zu veranstaltenden Feste die Theilnahme zu bewilligen. Bald erfolgten ausdem Aargau, von Luzern, Schaffhausen, Chur, Appenzell, Glarus und selbst aus dem Tessin freundliche Zusagen und nachdem St. Gallen die Versicherung der gewissenhaftesten Ueberwachungund der sorgfältigsten Pflege für die Zürich anvertraute Jugend erhalten hatte, wurde auch von dortein beträchtliches Kontingent zugesichert.
Unterm 15. August erließ dann die bestellte Festkommission an die Bewohner Zürichs dieBitte um gastfreundliches Quartier für die zahlreiche auf 2800 Kadetten berechnete junge Mannschaft.Die Ankunft derselben wurde dabei auf Montag den 1. September Nachmittags, die Abreise aufDonnerstag den 4. September festgesetzt.
Hierauf wurde ein ausführliches Programm entworfen und den betreffenden Behörden und denmit der Leitung des Festes betrauten Personen mitgetheilt.
Nach diesen Einleitungen mag nun eine etwas einläßlichere Beschreibung des Verlaufs diesesfreundlichen Festes folgen, das Alle, selbst solche, die vorher mit der Idee desselben nicht einver-standen waren, mit Freude, viele mit wahrer Begeisterung erfüllte.
Wenn gleich Anfangs Mangel an hinreichenden Quartieren befürchtet wurde, zu deren An-erbietung die Bequemlichkeit vieler erst spät sich herbei ließ, so kamen nachträglich, so bald dieseBefürchtungen ausgesprochen wurden, so viele Offerten ein, daß man sich bald um die Einquartirungstritt, und daß gar Viele sich erzürnt zeigten, daß man ihnen keine der jungen Krieger oder dochnicht die verlangte Zahl zusandte. Ein freundlicher Tagsbefehl des Oberkommando der kleinen Armeebegrüßte die einrückenden Schaarcn.
Vom herrlichsten Wetter begünstigt langten Montag Nachmittags die bewaffneten Korps vonallen Seiten auf Eisenbahn und Dampfschiffen an, und wurden von der noch nicht waffenfähigenJugend und zahlreichen ihrer harrenden Erwachsenen nach ihren Quartieren geleitet. Es sandten inbunter Mischung von Uniformen nach alphabetischer Ordnung folgende Ortschaften ihre Kontingente:
Aarau , die Kantonsschule 27 Artilleristen und 88 Infanteristen, die Beziiksschule 22Artilleristen und 140 Infanteristen; Aar bürg, 42 Infanteristen; Altstetten (Rheinthal) 25 In-fanteristen, Baden 106 Infanteristen; Bremgarten 58 Infanteristen, Brugg67 Infanteristen,Chur, Kantonsschule 166 Infanteristen, Frauenfeld 111 Infanteristen, St. Gallen , Stadt-schule 18 Artilleristen und 211 Infanteristen; Kantonsschule 218 Infanteristen; Glarus 60 In-fanteristen; Herisau 155 Infanteristen; Horgen 45 Infanteristen; Lenzburg 101 Infanteristen;Luzern 18 Artilleristen und 148 Infanteristen; Muri 55 Infanteristen; Reinach 7 Artilleristen und44 Infanteristen; Rheinfelden 52 Infanteristen; Schaffhausen 186 Infanteristen; Schöft-l and 46 Infanteristen; Tessin 84 Infanteristen; Wädensweil 44 Infanteristen; Wald 25Infanteristen; Winterthur 30 Artilleristen und 162 Infanteristen; Zo fingen 24 Artilleristenund 95 Infanteristen, im Ganzen 2672 auswärtige Kadetten. Viele der Korps waren mit Musik,Trompetern und Tambouren versehen, alle von wohlbekannten eidgen. Militärs aus ihrer Heimatbegleitet. Hierzu kommen noch die Kadetten von Zürich 38 Artilleristen und 405 Infanteristen, so