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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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Ein Jsraelite hat der Gemeinde Thalweil als Andenken an seinen daselbst verstorbenen Bruder1000 Fr. in den Orgelfond geschenkt.

Herr alt Präsident Boßhart in Zollikon , der älteste Bürger der Gemeinde, der schon früherbei dem Tode seines ihm vorangegangenen Bruders für zirka 4000 Gulden auf eine einfache, indessen Arbeitstisch aufgefundene Notiz an Legaten ausrichtete, hat im Verein mit seiner ihn über-lebenden Gattin folgende Legate ausgesetzt, welche nach dem Ableben der letztem fällig sind:

2800 Fr. dem Kantonsspital, 1200 Fr. der Blinden - und Taubstummenanstalt, 1200 Fr. derzürcherischen Hülfsgesellschaft, 1200 Fr. dem Kirchengut Zollikon , 1200 Fr. dem Schulgut daselbst,1200 Fr. dem Armengut ebendaselbst, 700 Fr. dem Schulgut Berg Zollikon, 1200 Fr. der Bibel-und Missionsgesellschaft, 700 Fr. dem protestantisch-kirchlichen Hülfsverein, 700 Fr. der evangeli-schen Gesellschaft, 700 Fr. den Badarmen in Baden, 300 Fr. der Rettungsanstalt in Freienstein,300 Fr. der Rettungsanstalt in Friedheim.

Durch großmüthige Legate (wie 6000 Fr. für die zu gründende Irrenanstalt, 2000 Fr. dem Blin-deninstitute und eine Anzahl anderer, die wir leider nirgends spezifizirr aufgezählt finden) hat sich derin Thalweil verstorbene allgemein geachtete Herr Näf, Fabrikant, ein rühmliches Andenken gesichert.

Die Herren Dr. Alfred Escher und Stockar-Escher haben die berühmte Sammlung von Schmet-terlingen und Insekten des sel. Herrn Escher-Zollikoser dem Polytechnikum geschenkt.

1858.

Herr I. Speerli im Thalhof hat außer den Legaten an das Kantonsspital (2400 Fr.) undan die Irrenanstalt (500 Fr.) für die Stadt Zürich eine Stiftung von 70000 Fr. gemacht zuErtheilung von jährlichen Stipendien an solche Jünglinge, welche sich einer Kunst oder Wissenschaftwidmen und bei denen vorauszusehen ist, daß sie einst ihrer Vaterstadt Ehre machen werden;46600 Fr. sollen durch ununterbrochene Kapitalisirung der Zinsen und Zinseszinsen während150 Jahren aus einen genügenden Betrag gebracht werden, um die successive Erstellung einerMehrzahl neuer städtischer Anstalten zum Nutzen der unbemittelten Jugend oder des hülflosenAlters zu ermöglichen.

Herr Kantonsrath Jakob Ernst im Gugger legirte jedem der verschiedenen Fonds der Ge-meinde Zollikon 500 Fr. und außerdem den Kantonal-Kranken- und Versorgungsanstalten 500 Fr.

Herr Staatsarchivar G. Meier von Knonau hat eine Reihe von Legaten hinterlassen: demSpital 4000 Fr., für die projektirte Irrenanstalt 1000 Fr., der Hülfsgesellschaft, dem Waisenhaus,der Blindenanstalt, dem Stadtarmenfond, der bürgerlichen Wittwen- und Waisenstistung, dem Schutz-aufsichtsverein für entlassene Sträflinge, der Rettungsanstalt Freienstein, der katholischen Gemeinde,dem Museum, der Stadtbibliothek 1000 Fr. nebst 42 Foliobänden eidgenössischer Abschiede.

1859.

HerrJoh.Schoch inMailand hat seine Heimatsgemeinde Fischenthal reich beschenkt, indemer sich verpflichtete, die Kostgelder für 90 arme Kinder während 5 Jahren zu bezahlen, wofern sie ansolche Familien untergebracht werden, die Garantie bieten, daß sie in jeder Hinsicht eine guteErziehung erhalten. Außerdem schenkte er 20000 Fr. der Behörde zu Errichtung einer Korrektions-anstalt für liederliche Leute.

Reiche Legate im Gesammtbetrag von 10000 Fr. verdanken verschiedene kantonale und städ-tische Stiftungen und Anstalten dem verstorbenen Herrn General Jakob Christoph Ziegler, näm-

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