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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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»offen, sich jener Unglücklichen anzunehmen und hofft, daß theils die gemeinnützigen Vereine imVaterlande, theils besondere Hülsskomitös oder Verbindungen anderer Art bereit seien, in ihrenKreisen Mittel zum Trost und zur Erleichterung derselben zu sammeln.

Die Direktion selbst ist bereit, einzelne oder Kollektivgaben, die ihr übersendet werden wollen,in Empfang zu nehmen und auf möglichst zweckmäßige Weise zu verwenden.

Die schuldlosen Opfer einer durch frevelhafte Vorgänge gereizten Gewalt sollen im VaterlandeMenschlichkeit und Liebe finden und es soll sich von Neuem bewähren, daß das Gefühl der Ver-brüderung unter den Schweizern stets lebendig ist, und daß der Hülferuf für Eidgenossen in denHerzen der Eidgenossen nicht wirkungslos verhallt.

Zürich , den 3. März 1853.

Die derzeitige Direktion der schweiz. gemeinnützigen Gesellschaft.

Dr. u. Zehnder, Präsident.

Dr. Rahn-Escher.

Hirzel , Pfarrer.

v. Schwerzenbach, Quästor.

B. Spyri, Aktuar.

Dieser Aufruf, den fast alle schweizerischen Zeitungen bereitwillig aufnahmen, hatte den er-wünschten Erfolg, indem nicht nur einzelne Privaten, sondern ganze Gesellschaften, Vereine, Kor-porationen und Gemeinden Sammlungen veranstalteten und reiche Gaben einsandten.

Der Raum verbietet uns, auch nur sämmtliche angezeigte Gaben aus dem Kanton Zürich

auszuführen; so viel darf jedoch bemerkt werden, daß schon am 25. März 1853 die Zürcherischen

Sammlungen bereits die Summe von Fr. 30000 überstiegen, und daß nur allein bei der Redak-tion der Neuen Zürcher Zeitung bis zum Schlüsse der Sammlung Ende Aprils an 245 theilseinzelnen, theils kollektiven Gaben die Summe von Fr. 17,517. 99 R. eingegangen war.

Nach dem gedruckten Ausweis des Hülfskomits für die ausgewiesenen Tessiner betrug die Ein-nahme mit 31. Juni 1853 die Summe von Fr. 259450. 66 R. Es folgten jedoch noch neue

Einnahmen, so daß am 31. Juli der Stand Fr. 279,647. 91 R. betrug und am Schlüsse der

Sammlungen waren dieselben auf Fr. 284361. 58 R. angestiegen, wobei nicht verschwiegenwerden darf, daß von Schweizern im Ausland die schöne Summe von Fr. 59,826. 42 R. beige-steuert wurde.

Die Zahl der unterstützten Ausgewiesenen betrug 5784 und zwar 3786 Männer, 748 Frauen,644 Kinder.

1853-1855.

Für die Wasserbeschädigten Rheinthaler.

An die von der Hülfsgesellschaft in den Jahren 1853, 1854 und 1855 gesammelten Liebes-steuern für die durch Ueberschwemmung geschädigten Rheinthaler im Betrag von Fr. 10760 trugendie Bewohner sehr vieler Gemeinden des Kantons Zürich bei, aus der Stadt Zürich belaufen sichdie Beiträge auf Fr. 6220.

1854.

Für die Brandbeschädigten in Kappet (Toggenburg), K. St. Gallen.

Das furchtbare Brandunglück, durch welches am 24. Juli 1854 die Gemeinde Kappe! bei