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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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Gemeinden zu diesem Zwecke eine freiwillige Kirchensteuer zu erheben. Der Kirchenrath erließ des-halb im November einen Aufruf an die Kirchenstillstände zu Erhebung von Beiträgen zu diesemfrommen Werke, dem fast überall reiche Gaben folgten.

Im Kanton Zürich ergab diese Steuer folgendes Resultat:

Im Bezirk Zürich

Fr. 8595. 28 R.

„

„

Affoltcrn

1649. —

,,

„

Horgen

2674. 40

k,

Meilen

»k

1800. 22

k,

Hinweil

1477. 81

kk

Wer

1295. 14

„

„

„

Pfäffikon

1200. -

„

Winterthur

3577. 93

„

Andelfingen

1217. 23

„

Bülach

1851. 80

V

„

Regensberg

„

1395. 71

Total Fr. 26734. 52 R.

Daran steuerte die Stadt Zürich Fr. 5855. 50 R. (nämlich im Großmünster Fr. 1248, Frau-münster Fr. 2032, Predigern Fr. 516, St. Peter Fr. 1178, Waisenhauskirche Fr. 213, Pfrund-baus St. Leonhard Fr. 50) und nachträglich noch Fr. 3356. Die Stadt Winterthur steuerteFr. 1687. 92, Neumünstcr Fr. 1265. 08 R., Wädensweil Fr. 777, Horgen Fr. 503, StäraFr. 481, Fehraltorf Fr. 151, Jllnan Fr. 136, Hittnau Fr. 171, Pfäffikon Fr. 251, Enge undLeimbach Fr. 436, Wildberg Fr. 85. Weißlingen Fr. 52, Wyla Fr. 63, Russikon Fr. 62 w.

Am 30. Januar 1860 wurde der Grundstein zu diesem Bau gelegt, wozu Fr. 139000 anLiebessteuern eingegangen waren.

1859.

Für die Brandbeschädigten in Adetsweil.

Donnerstag Nachmittags am 21. Juli 1859 brannte, durch Kinder, welche mit Zündhölzchenspielten, veranlaßt, das ganze Oberdorf Adetsweil, Gemeinde Baretsweil, ab. Die ausdörrendeSonnenhitze mehrerer Wochen, scharfer Wind, die hohe Lage des Dorfes, Mangel an Wasser warenvereint, um selbst der angestrengtesten Hülfe der herbeigeeilten Löschmannschaft die Rettung desuntern Dorfes fast unmöglich zu machen. 32 Wohnhäuser und eine Zahl Oekonomiegebäude wurdenein Raub der Flammen. 33 Haushaltungen mit über 130 Personen wurden obdachlos und fast allerihrer Habe beraubt, und da nur weniges versickert war, das Unglück um so härter zu ertra-gen. Es vereinigten sich daher verschiedene Personen und vorab das Quästorat der Hülssgesellschast,um Liebesgaben für die Abgebrannten in Empfang zu nehmen und es konnte die letzterebald die Summe von Fr. 2186. 60 R. (an 155 Gaben) und 27 Gaben an Wäsche, Kleidern undHausgeräthe dahin abgehen lassen.

Für die durch Hochgewitrer geschädigten Gemeinden im K. Zürich .

Der durch Hochgewitter verursachte Schaden im ganzen Kanton wurde amtlich über Fr. 470000geschätzt, nämlich:

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