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Zeugamts sowie auch die in Handen der Mannschaft als Eigenthum befindlichen Gewehre wurdeneiner genauen Kalibrirung und Untersuchung unterworfen, um die Zahl der ziehbaren und nichtziehbaren Waffen annähernd kennen zu lernen. — Aus Rechnung des Kapitalverkehrs wurden anentbehrlichem Material verkauft: 338 nicht ziehbare Jnfanteriegewehre, 183 Geniegewehre, 30 Jäger-gewehre und verschiedene unbrauchbare Eisenmunition, woraus im Ganzen erlöst wurden 20791 Fr.18 R. Dafür wurden 2 neue eidg. 12Pfbr.-Kanonen angeschafft und daran 4060 Pfd. Bronze voneinem alten 16Pfdr.-Geschützrohr gegeben nebst 1518 Fr. 30 R. — Zum Wiederverkauf an Dienst-pflichtige wurden 65 Stutzer eidg. Ordonnanz verfertigt und eingeschossen. — Die Reinigung undReparatur der im Jnstruktionskurse und zur Grenzbesetzung abgelieferten Waffen, die Verfertigungder Ordonnanzstutzer, die Ausarbeitung der angekauften Jägergewehre, die Kalibrirung und Unter-suchung der sämmtlichen Jnfanteriegewehre erforderten die Einrichtung einer dritten Büchsenmacher-werkstätte, und durch die beschlossene Einführung gezogener Handfeuerwaffen ist die Errichtung einervierten unerläßliches Bedürfniß geworden. Ueberhaupt haben die Geschäfte des Zeugamts einensolchen Umfang gewonnen, daß unumgänglich auf eine Vermehrung der Arbeitslokale und auf Her-beischaffung mechanischer Arbeits- und Hülfsmaschinen Bedacht genommen werden muß, wenn das-selbe den gesteigerten Anforderungen zu entsprechen im Stande sein soll.
1860.
Die alljährliche Untersuchung der Zeughausvorräthe zeigte wie bisanhin das befriedigendsteResultat. — Aus dem Kredit für den Korrentverkehr wurden u. A. folgende Anschaffungen gemacht:für die Artillerie 2 12Pfdr.-Kanonen-Laffeten mit vollständiger Ausrüstung, 4 Laffeten für 8Pfbr.-Kanonen, 24 Vorrathsräder für Artillerie, 7 Diastimeter, 24 Deichselgeschirre, 8 Trainreitsättel,8 Packsättel, 46 wollene Pferdedecken, 101 Unterkummet, 11800 Reibsch lag röhren; für die Infan-terie 88 ziehbare Gewehre, 316000 Patronen und Kapseln für Prslaz-Burnand- und 115000Patronen mit Kapseln für Jägergewehre, 9000 Kapseln für Jägergewehre, 2000 Gameklen; für diesanitarische Ausrüstung 24 Brancards für die Infanterie. — Die dem Zeugamt durch die Gewehr-umänderung im Laufe des Jahres verursachten Kosten stiegen auf die Summe von 21687 Fr.55 R. — Da die Vorräthe des Zeuzamtes bei Weitem nicht ausreichen, den Ausfall an brauch-baren Gewehren der Bundesreserve zu decken, so wurden vorerst 270 vorhandene Jägergewehre alterOrdonnanz umgeändert, theils zum Gebrauch bei den Jägerkompagnien der Bundesreserve, theilszur Vervollständigung des überzähligen Bedarfs für die Spezialwaffen verwendet. Ferner wurden537 Gewehre bei den Wiederholungskursen der Reservebataillone eingezogen und umgeändert, endlichwurde das Zeugamt zum weitern Ankauf ziehbarer Gewehre ermächtigt, gleichzeitig war auch dieUmänderung der Ladstöcke, Schraubenzieher, Wischkolben u. s. f. und der Munition erforderlich. —Der Erlös von alter Munition und 25 Steinschloßstutzern betrug 465 Fr. 90 R. — Dagegenwurden auf Rechnung des Kapitalverkehrs im Zeugamt angefertigt: 64 Ordonnanzstutzer mit Zu-behör, zum Wiederverkauf. Außerdem wurde die Thätigkeit des Zeugamts für Reparatur und Rei-nigung von circa 4500 zur Umänderung nach Prölaz-Burnand-System bestimmten Jnfanteriegewehre»,die wiederholte Kalibrirung sämmtlicher Gewehre des Bundeskontingents bezüglich Ziehbarkeit, dieAusdehnung der Büchsenmacher- und Laboratorienwerkstätten, die vielfältigen oft höchst unange-nehmen Unterhandlungen mit den Werkstätten in Zofingen wegen mangelhafter Ausführung derGewehrumänderung, die Kompletirung der in den Jnstruktionskursen verbrauchten Munition u. s. f.