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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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Salzverwaltung

1851

wurde mit den vereinigten aargauischen Salinen Rheinfelden und Ryburg ein neuer Vertrag auf5 Jahre abgeschlossen, wornach sich der Stand Zürich zur Abnahme von 1-1000 Zentner Kochsalzverpflichtet und außerdem noch weitere 7000 Ztr. Kochsalz beziehen kann, jedoch ohne Verbindlich-keit; von diesen müssen, wenn es gewünscht wird, 1400 Ztr. unentgeldlich denaturirl werden.

1852.

Durch die laut Beschluß des Großen Rathes vom 1. April 1852 herabgesetzten Salzpreiseauf 10 neue Rappen per 1 Pfd. Kochsalz und 4 Fr. 50 R. per 1 Ztr. denaturirtes Salz (und ingrößern Quantitäten zu 4 Fr. 25 R.) ergab sich in diesem Jahre aus dem Kochsalz eine Minder-einnahme von 56827 Fr. 56 R. und auf dem denaturirten Salze eine solche von 3531 Fr. 41 R. —Außerdem entstand für die Salzverwaltung durch die Umänderung der schweizerischen Valuta ausder vorhandenen Baarschaft ein Münzverlust von 1854 Fr. 90 R. n. W.

Die sämmtlichen Baukosten für den Bau des neuen Salzhauses betragenFr. 92513. 74 R, wovon der Erlös von dem Verkauf des alten Salzhauses mit„ 46666. 6 7 „ abgezogen, eine Bauschuld vonFr. 45847. 07 R. zu decken übrig lassen.

1853.

Der dießjährige Mehrkonsum von 7197 Ztr. 43'Pfd. an denaturirtem Salz erklärt sich ausdem Verkauf desselben an Landwirthe, welcher, nachdem nun das Gesetz vom 22. Chnstmonat 1851aufgehoben ist, sehr nachtheilig auf den Verkauf von Kochsalz eingewirkt hat, zumal der Verpflichtung,jenes Salz zu keinen andern Zwecken als zur Düngung zu benutzen, nur von wenigen Käufernnachgelebt wird.

Zur Amortisation der Bauschuld auf der neuen Salzhausbaute wurden in diesem Jahre18847 Fr. 07 R. verwendet, und im Jahr

1854

wurde der Rest der Bauschuld mit 26929 Fr. 99 R. gänzlich getilgt.

Von dem Betriebskapital, das mit Ende 1853 200000 Fr. betrug, wurden im Laufe desJahres 1854 an die Domänenkasse 125000 Fr. zurückbezahlt, dagegen kommt als neu zu ver-zinsendes Betriebskapital hinzu 125000 Fr. für die von der Salzverwaltung benutzten Gebäude,Liegenschaften und Mobilien in Zürich, Winterthur, Eglisau und Rheinau, — so daß mit Ende1854 das Betriebskapital sich wieder auf 200000 Fr. beläuft.

1855.

Da sich auf dem badischen Salze ein bedeutender Gewichtsrückschlag zeigte, so wurden derbadischen Saline deshalb Vorstellungen gemacht und dieselbe alles Ernstes ersucht, auf gehörigeTrocknung des Salzes größere Aufmerksamkeit zu verwenden.

1856.

Wegen der Kriegsverhältnisse wurden gegen Ende des Berichtjahrs außerordentliche Salzankäufegemacht und im Jahr 1858 fand die Erneuerung der Salzlieferungsverträge mit Württembergstatt. Im Jahr 1860 zeigte sich ein bedeutender Rückgang im Verkauf von denaturirtem Salz,