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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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Ausgabe:

Demolirung und Planirung der Schanzen ....

. Fr.

238918. 97 R.

Brücken-, Straßen-, Kanal-, Tollen- und Wühlarbeiten

356298. 50 „

Hochbauten (Zeug- und Pulverhäuser im Sihlwiesli und Sihlfeld)

' ,,

262113. 63 „

Verwaltungskosten (Besoldungen, Pläne) ....

' k,

70731. 13 „

Unterhalt der Bauwerke und Verschiedenes ....

' ,,

138039. 78 „

Abbezahlte Passiven.

179862. 55 „

Zinse von solchen.

' 11

9137. 33 „

Rückzahlung entlehnter Kapitalien ..

337166. 66 „

Zinse von solchen.

*

23333. 33 „

Gefammtausgabe .

Fr. 1,715621. 89 R.

1860.

Ueber die Liquidirung der das Schanzenwesen betreffenden Verhältnisse wurde dem GroßenRatbe mit Weisung vom 13. Weinmonat 1860 ein spezieller Bericht erstattet, dem nur noch bei-zufügen ist, daß die mit 31. Christmonat gestellte Schlußrechnung einen Aktivsaldo von 9637 Fr.51 R. zeigte, der sowie die noch vorhandenen Liegenschaften an die Domänenverwaltung übertragenwurde. - -

Schützenfeste

Unter der großen Zahl der in dem Dezennium von 1851—1860 im Kanton Zürich gefeiertenSchützenfeste dürsten die beiden bemerkenswerthesten folgende zwei sein, auf deren ausführlichereBeschreibung die vorliegende Chronik sich beschränken muß.

Um zu dem Glänze des am 1. Mai 1851 zur Erinnerung an den vor 500 Jahren stattge-habten Eintritt Zürichs in den Bund der Eidgenossen gefeierten Festes nach Kräften beizutragen,hatte die Schützengesellschaft der Stadt Zürich beschlossen, auf jene Tage ein großes Freischießenauszuschreiben. Fast von allen Seiten wurde die Einladung mit Freude und Dank aufgenommen,und obgleich die Regierungen der drei Urkantone die offizielle Theilnahme an dem Maiseste abge-lehnt hatten, so erschien doch eine nicht unbedeutende Zahl Schützen aus den Waldstätten zur Feierdes Schützenfestes in Zürich .

Das Freischießen wurde Samstags den 3. Mai eröffnet.

Die Zugänge zum Schützenhause im Sihlhölzli führten durch Ehrenpforten, die mit Kränzenund Blumengewinden geschmückt waren. An derjenigen bei der Sihlbrücke fand sich die Inschrift:,,Willkommen hier, wo einst der Kampf gewüthet„Und Zürich's mächt'ger Bürgermeister fiel! *)

, Ein jeglich Leiden wird einmal vergütet,

„Und Freudenkränze schmücken heut' die Sihl ."

Und auf der Rückseite:

„Zieht heim im Frieden und gedenkt der Liebe,

„Die Euch empfing mit dargebot'ner Hand.

*! Llüßi, welcher am 22. Juli 1413 bei Sl. Jakob fiel.

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