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Von 10 bis 1 Uhr galt es den Wettturnern, und in den Pausen sorgten sogenannte Privat-gruppen durch Turnspiele und athletische Schaustücke für die Unterhaltung des Publikums.
Um l'/r Uhr zogen die Schwinger auf, etwa 40 Mann stark, von den Zürcher Turnern mitMusik abgeholt und einer zahllosen Menge mit lautem Jubel begleitet.
So sehr sich das Publikum beim ersten Anblick der unscheinbaren, hagern Gestalten derSchwinger getäuscht finden mochte, so sehr war dasselbe erstaunt, als es die Krastentwicklung der-selben wahrnahm. Die Kämpfenden waren in zwei Lager geschieden, die Emmenthaler auf dereinen Seite, gegenüber den vereinigten Unterwalvnern, Entlibuchern und Berneroberländern.
Das ganze Spiel bot viel Abwechslung und allgemeines Interesse; den Schluß bildete diePreisvertheilung. Es bildete sich ein Ring, wobei Turner und Schwinger sich nach altem Brauchauf der Erde lagerte, rings herum die dicht gedrängte Menge der Zuschauer. In der Mitte derbunte Wald der 40 Fahnen und vor dem Zelte der Tribüne des Kampfgerichts gegenüber dieMusik. Bald erschienen zehn weiß gekleidete hübsche Mädchen mit rothen Schärpen. Die Feierlichkeitwurde mit Gesang eröffnet, worauf der Seminardirektor Fries das Urtheil des Kampfgerichts ineinem allgemeinen Rückblick aus die Gesammtsest-Trias einleitete. Das Ergebniß des Schwingets *)zu verkünden, übernahm Hr. Dr. Scherer von Bern , dann nahm Hr. Fries den Faden wieder auf,um nach einer allgemeinen Würdigung der Leistungen der Turner die Sieger aufzurufen. Nachvollendeter Uebergabe und Empfangnahme der Preise aus der Hand der „Victorien" begab sich derfestliche Zug mit flatternden Fahnen um 8^ Uhr zum wohlverdienten Mahle in die Festhütte,wo einige hübsche Toaste das gewohnte Getöse angenehm unterbrachen.
Mittwoch 13. Juli.
Am Mittwoch Nachmittag fand noch eine vom schönsten Wetter begünstigte Nachfeier statt,indem die Turner begleitet von einem lieblichen Kranze blühender Jungfrauen auf schön bewim-peltem Dampfboote eine Fahrt nach der Insel Ufenau unternahmen, und erst spät am Abend vollJubel über den herrlichen Schluß des Festes zurückkehrten.
Noch bleibt uns die kurze Beschreibung des letzten Tages übrig, an welchem die Ehrengabenvertheilt wurden. Um IlU/z Uhr verabschiedete sich die Baselstadt-Fahne. Der Sprecher dankte inherzlichen Worten für das in jeder Beziehung gelungene Fest. — Um 10 Uhr 40 Min. fand dannnach kurzer Eröffnung durch den Festpräsidenten, nachdem die Scharfschützen Spalier gemacht unddie Zeiger militärisch ausmarschirt waren, die Vertheilung der Ehrengaben statt. — Nach demüblichen Schützengruß und Schützentrunk schloß der Akt mit dem in warmen Worten ausgesprochenenDank gegen den Himmel, der das Fest so sehr begünstigt hatte, gegen die Eidgenossen, die ausallen Kantonen herbeigeeilt waren, gegen die Gemeinde Riesbach, gegen die Stadt Zürich , kurzgegen alle, die sich um das Fest verdient gemacht hatten.
Das Mittagessen vereinigte noch zum letzten fröhlichen Mahle die Mitglieder sämmtlicher Komite'sund eine ordentliche Anzahl von Schützen und Gästen, wobei noch zahlreiche Toaste angebrachtwurden. Den. Schluß bildete das Begleit der Schützenfahne nach der Wohnung des Festpräsidenten
*> S. d. Nachtrag.
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