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«Urkundlich Theolvtsthoruf 861, Dielsdorf 1276, Dorf des Thiuwolf oder Thiolf.)
Bezirk Regensberg. Kirch-, politische und Schulgemeinde. VlN. Militärbezirk. 10. NotariatSkreis Regensberg; umfaßtdie Ortsnamen: Dielsdorf, Dytikon, Hirsmühie und Waisenanstalt.
1852. Im Mai brachen zu Dielsdorf aus dem Aargau eingeschleppt die Pocken aus. Eswurde Absperrung und Impfung aller Personen von 12 bis -10 Jahren angeordnet. —15. Dezember, Abends 7 Uhr, brannte in Dielsdorf ein von 12 Personen bewohntes Haus ab,(Assekuranz 2000 fl.). Das Mobiliar jedoch war nicht versichert. — 1857, Mai. Der GemeindeDielsdorf wird die Totalbereinigung ihres Grundprotokolls bewilligt.
(Der Name Dietinchon kommt in Urkunden vom I. 1232, Dietigkon 1259, Diettikon 1352 vor u. s. f,, und ursprüng-lich wohl aus Dietinghofen entstanden, die Höfe des Dieiing.,
Bezirk Zürich. Politische und Civilgemeindc. Zunft BirmenSdorf . VIU. Militärbezirk. 2t. Notariatskreis BirmenS-dorf rc. (in Zürichj. Dietikon bildet mit den aus dem Kanton Aargau dazu gehörenden Höfen und demjenigen Theil seinerEinwohner eine seibstständige katholische Kirchgemeinde, und mit Ober- und Nieder-Urdor f und seinen reformirten Einwoh-nern die ebenfalls seibstständige Kirchgemeinde Urdorf (s. d. Art.). Die Hauptkirche für beide Konfessionen ist die pari-tätische Kirche in Dietikon . Der reformirte Pfarrer hat seinen Wohnsitz in Urdorf. der katholische in Dietikon. Die Kinder-lehre für die reformirte Jugend wird sonntäglich zuerst in Dietikon und nachher in der Kirche von Urdorf abgehalten. Inder letzter,, findet an hohen Festtagen der Gottesdienst gleichwie in den übrigen reformirten Kirchen des Kantons statt. —Die politische Gemeinde Dietikon besteht einzig aus dem Dorf Dietikon , welches sich in die beiden Schulgemeindenreformirt und katholisch Dietikon theilt.
1852. In der Nacht vom 17. auf den 18. September schwoll die Reppisch so stark an, daßein neues Haus sammt Schlosserwerkstätte dem Boden eben fortgerissen wurde. An den durch dieseHochwasser verursachten Schaden erhielt die Gemeinde einen Staatsbeitrag von 2870 Fr. und nach-träglich 500 Fr. für den Eigenthümer des fortgeschwemmten Hauses. — 1854 unternahm dieGemeinde den Bau einer 4475' langen Straße von der Eisenbahnstation bis in die nach Brem-garten führende Straße, wofür sie im Jahr 1855 nach Vollendung derselben an die Kosten einenStaatsbeitrag erhielt. — 1856 bot die Gemeinde einem jeden Fabrikanten, der geneigt wäre , fürein größeres Wasserwerk an der Limmat eine Fabrik zu errichten, das Land zu einem Kanal und60,000 sZ' zu den Gebäulichkeiten unentgeltlich; ebenso Land an der Reppisch (bei einem Gefällvon 28' 3"). — 1857. Sorgfältige neuere Untersuchungen der antiquarischen Gesellschaft in Zürich zeigen, daß Dietikon aus den Trümmern einer beträchtlichen römischen Ortschaft steht, die sich vonoberhalb des katholischen Pfarrhauses bis zu der Kapelle an der Zürich-Aargauischen Gränze aus-dehnt, und etwa einen Umfang wie die Stadt Winterthur hatte. Man fand Böden aus Backsteinen,thönerne Heizröhren, römische Dachziegel, Gesimse aus Jura-Marmor, Stücke von Amphoren undMünzen. — 1858. Ein dreizehnjähriger Bube von Dietikon , der wiederholt Steine auf die Eisen-bahnschienen gelegt hatte und endlich glücklicherweise entdeckt und gesanglich eingezogen wurde,wollte sich im Gefängniß erhängen, konnte aber daran verhindert werden. Er wurde zu 1>/z JahrenGefängniß verurtheilt und nachher in einer Rettungsanstalt untergebracht. — 1859, am 20. Aprilertrank der Fährmann, als er das Drahtseil über die Limmat spannen wollte. — In Folgeerhobener Klage wurde der katholische Pfarrer K. in Dietikon suspendirt, worüber die Regierungin Zürich mit dem Bischof von Chur in Konflikt gerieth. Es wurde dann die Seelsorge dem katho-