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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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620
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gegen den Buschderg gebaut, woran die Gemeinde 1000 Fr. beizutragen hatte. Die Kosten fürStraßen - Korrektionen beliesen sich auf 40t6 Fr. — Für Gründung einer Volksbibliothekder Gemeinde, die mit 220 Bänden begonnen wurde, bezahlte die Gemeinde 250 Fr. —Für Ankauf von Saatkartoffcln wurden 141 Fr. 50 Rp. und 77 Viertel Erdäpfel an 38 unbe-mittelte Familien gesteuert. — Nach einer Schätzung im Jahr 1855 zählte man in der GemeindeMuntern 148 Häuser und 190 Gebäude in einem Assekuranzwerth von 1,615850 Fr. a. W.

— 1855, am 27. Mai (Pfingsttag) ging ein Kind verloren, das erst nach 16 Tagen zufällig voneinem Knaben im Holze verhungert und zum Theil schon in Verwesung begriffen aufgefunden wurde.

— Am 29. August brach in der Gemeinde die Cholera aus. Ein 48-jähriger Bürger erlagder Seuche am fünften Tage; am 4 September ein 54-jähriger Fabrikarbeiter nach 4 Tagen; am9. September ein 56-jähriger Mann, Sammetweber, nach 4 Tagen; am 15. September die Heb-amme, nachdem sie mehrere Tage vorher eine cholerakranke Wöchnerin gepflegt hatte, am folgendenTag. Außer diesen kamen noch 12 Cholerafälle vor, wovon 5 in der Gemeinde genasen, 7 wurdenim Absonderungrhaus behandelt, wovon 2 genasen, 5 dagegen tödtlich endigten. — 1856. Am6. Juni hat die Synode den Titel des Katecheten in denjenigen eines Pfarrers umgeändert,aber die Besoldung blieb noch sehr gering. — Am 29. Juni bildete sich auf Veran-laßung der gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zürich auch in Fluntern ein Hülfsverein,zunächst für Abwehr des Bettels. Eine Subskriptionsliste, die nach wenigen Wochen von 103 Unter-zeichnern die schöne Summe von 558 Fr. in Gaben an Geld, Lebensmitteln, Holz und Kleidernzeigte, bildete den Grundstock für die Kasse des Vereines. — Bald trat auch ein Fraue »vereinzusammen zu Unterstützung von armen Wöchnerinnen und neugebornen Kindern, und ein Armen-väterverein sorgt schon seit längerer Zeit für Bedürftige, besonders auch für Wittwen undWaisen. — Die Gemeinde führte die Straße vom Schulhaus gegen den Mittel- resp. Hinter -berg aus, welche 3522 Fr. 28 Rp. kostete. — 1857. Im Herbste schloß sich die Gemeinde derPetition der übrigen Ausgemeinden der Stadt Zürich um Abhülfe der schreienden Mißverhältnissezwischen den Anforderungen an die Geistlichen dieser Filialgemeinden und ihrer ökonomischenStellung an, worauf der große Rath die Erheblichkeit derselben erklärte und durch ein GesetzAbhülfe verschaffte. — Die neue Straße wurde vom Oberhof gegen Hottingen angelegt miteinem Kostenaufwand von 5468 Fr. 42 Rp. — In diesem Jahre kaufte die Gemeinde noch20 Jucharten Land für 13500 Fr. Auch wurde, veranlaßt durch einige Schenkungen, ein natur-geschichtliches Kabinet zunächst für die Benutzung der Schulen angelegt.

Flurlingen .

»Urkundlich schon 876 Flurliogin, 878 Fluorlingen, 892 Flurlingen .»

Bezirk Andelfingen. Civil- und Schulgemeinde zur Kirch- und politischen Gemeinde Laufen-Uhwiesen gehörend.VI. Militärbezirk. 28. Notarialskreis Marthalen »in Feuerlhalen); besteht einzig aus dem Torfe Flurlingen .

1851. An die Kosten des Baues der Kommunikationsstraße nach Feuerthalen erhält die GemeindeFlurlingen einen Staatsbeitrag von 960 Fr. — 1858. Eine auffallende Erscheinung war das plötz-liche und massenhafte Auftreten der Kieferblattwespen in den Kieferwaldungen von Flurlingen , dasjedoch glücklich vorüberging, indem der fast ganz entnadelte Bestand sich wieder erholte. — 185?Der Gemeinde Flurlingen wird für sich und zu Handen der Rheinstegkommission in Schaffhausen die Bewilligung ertheilt, aus dem zürcherischen Gebiet zwischen den beiden Ziegler-Pellis'schen Thon-