1855. Die Gemeinde Hagenbuch erhielt an den durch Hagelschlag vom 2. Juli erlittenen, auf24148 Fr. 92 Rp. geschätzten Schaden einen Unterstützungsbeitrag von 1200 Fr. durch denRegierungsrath.
Hausen am Aldis.
(Der Name Huson, bei den Häusern, kommt urkundlich schon im Jahr 864 vor, Hufen 1266.)
Bezirk Affoitern. Kirch- und politische Gemeinde. II. Militärbezirk. 13. Notariatskreis Knonau iin Affoltern,. Diepolitische Gemeinde besteht aus den Ctvilgemeinden Hausen, EbertSweil und Heisch, nebst den zu keiner Civilgemeinde ge-hörenden und folglich kein eigenes Bürgerrecht besitzenden Höfen: Hauen, Hinter-Albi», Hirzwangen, Mitiler-Albis, Ober-AlbiS, alt und neu Riedmatt, Schweikhof, Sihlbrücke, Türlen, Teusenbach und Wesenmatt. In Bezug auf das Schulwesenbestehen die beiden Schulgemetnden Hausen und EbertSweil. Die Schulgemeinde Hausen umfaßt die Ortsnamen: Hausen ,Graben, Grindlen, Hinter-Aibis, Heisch, Mittler-AlbiS, Ober-Albis, alt und neu Riedmatt, Teusenbach, Türlen und Vollen-weid. Die Schulgemeinde EbertSweil umfaßt den größere Theil von EbertSweil, Hauen, Hauserthal, Hirzwangen, Schweikhof,Sihlbruck und Wcsenmatt. Die Civilgemeinde Hausen umfaßt: Hausen , Graben und Grindlen; die Civilgemeinde EbertSweilumfaßt EbertSweil und Hauserthal.
1852. Hr. Dr. Frick von Hausen, ein hoffnungsvoller, junger Gelehrter, welcher ein Staats-stipendium genoß, starb in Paris , an Kohlendampf erstickt. — 1853, 13. Februar schnitt sich ein50-jähriger Mann aus Lebensüberdruß die Gurgel ab. — 1858. Hausen erhält eine Sekundär-schule. — 1859. Beim Baden im Türlersce ertrank ein Engländer, der sich in der Kaltwafferanstaltbei Hausen aufgehalten hatte. — 1860. Die Kuranstalt Albisbrunn bei Hausen nimmt immergrößere Dimensionen an und wird aus allen Weltgegenden besucht. — Die Gemeinde Hausen laßeine 6100' lange Straße längs ihrer Bergwaldung herstellen.
(Hedingen , im VolkSdialekt Hedigcn kommt schon 1264 urkundlich vor.)
Bezirk Affoltern. Kirch-, politische. Civil- und Schulgemeinde. II. Militärbezirk. 13. Notariatikreis Knonau (in Affol-rern). Sie umfaßt die Ortsnamen: Hedingen , Fromoos und Jsmatt.
1851, am 31. Juli brannten zwischen 12 und 1 Uhr Mittags in Hedingen 3 Häuser und 4Scheunen ab. Es wurden 4 Haushaltungen mit 24 Personen obdachlos. Da das Feuer von einerScheune ausging, so vermuthete man Brandstiftung. Der Thäter wurde entdeckt, I. Günthardtvon Hedingen , und vom Kriminalgericht zu 12 Jahr Kettenstrafe verurtheilt. — 1852, Sonn-tag den 24. Oktober berief die Kirchgemeinde Hedingen mit 140 von 146 Stimmen zu ihremPfarrer den Hrn. Gottlieb Ziegler von Winterthur . — 1855, 17. Juni, Abends 9'/r, brannten inHedingen 2 Häuser und 3 Scheunen ab, ohne Zweifel durch vorsätzliche Brandstiftung, wobei derdringende Verdacht auf einen 12-jährigen Knaben fällt. Es wurden 27 Personen obdachlos. —1857, 21. April brannten wieder 5 Häuser ab, wobei 2 Personen als der Brandstiftung verdächtigabgefaßt wurden. Es gelang, den Thäter zu entdecken, der auch bereits geständig ist, daß er diefrüher in der Gemeinde vorgekommenen Brände angelegt habe. — 1858. An die Kosten der Straßevon Loo bis Hedingen erhält die Gemeinde einen Stoatsbeitrag von 1900 Fr. — 1858 wählte dieGemeinde zu ihrem Seelsorger den Hrn. E. Grob, bisher Psarrvikar in Hinweil.
(Urkundlich H. de Hencharl 1253, de Heinkart 1267, de Henkart, Henghart.)
Bezirk Andelfingen. Kirch-, politische und Schulgemeinde. VI. Militärbezirk. 11. NotariatSkreiS Andelfingen ; bestehteinzig auS dem Dorf Henggart .