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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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1856 legte die Gemeinde außerhalb des Dorfes gegen Kloten zu einen Feuerweiher von 25' Länge25' Breite und 6' Tiefe an. — Die Gemeinde Lufingen beschloß. ihr bisheriges Jnfanterie-Schützengut dem Armengute einzuverleiben. — 1858. Lufingen erhielt gegen eine Rekognitionsge-bühr von 300 Fr. ein Metzgrecht auf die gesetzliche Dauer von 20 Jahren. — 1860. Die Kirch-gemeinde Lufingen wählte am 26. September an die Stelle ihres in Ruhestand zurückgetretenenPfarrers den Hrn. Friedrich Oehninger, bisher Pfarrer in Wallisellen , zu ihrem Seelsorger.

Männedorf .

(Zm Volksdialekt Männidorf. Schon im Jahr 933 Männidorf, dann Mannindorf, Mennindorf, später Männidorf1263 und Mennidorf 1272 rc. — Die volle Form Mannindorf bedeutet Dorf des Manno -

Bezirk Meilen. Kirch-, politische. Civil- und Schuigemeinde. III. Militärbezirk. 27. Notariatskreis Männedorf. Sieumfaßt die Ortsnamen und Abtheilungen: Absalon, Allenberg, Außerseld, Blatten , Bühler, auf Dorf, Hasenacker, Höfen,Langacker. Oberdorf, Unlerdorf, Saurenbach, Weher».

1850. Die Gemeinde Männedorf schaffte mit großen Kosten eine neue Saugspritze nebst andernFeuerlöschgeräthschaften an. — 1852, 13. April. In einer der Gemeinde Männedorf gehörendenWaldung sind wahrscheinlich durch muthwilliges Feuereinlegen oder doch durch Fahrläßigkeit zirka4 Juchart Wald abgebrannt. — Oktober. Männedorf erhält ein Telegraphenbüreau. —13. November. Im Hasenacker brannte ein Haus mit Scheune ab. — 1855 starb in Männedorf Herr Kaspar Zuppinzer prakt. Arzt, ein allgemein geachteter Mann. — Ein Eisenbahnange-stellter, Hofmeister von Männedorf, wurde bei der Tiefenauer Brücke bei Bern von einem Bauern-knecht im Streite getödtet. Der Thäter verzeigte sich am folgenden Tage selbst. — 21. Dezember-Der Giftmörder Brennwald, der seine hochschwangere Frau nach wiederholter thätlicher Mißhand-lung durch dreimalige Dosen Arsenik (Schwabenpulver) vergiftet hatte und vom Schwurgericht zumTode verurtheilt worden war, wurde am 21. Dezember vom Großen Rathe mit 159 gegen 36Stimmen zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Als Milderungsgründe wurden angegeben:Rücksichten der Humanität, unumwundenes, wenn auch spätes Geständniß und der sonst gute Leu-mund. — 1856. Männedorf errichtet ein Kadettenkorps. — 1857, 2. Januar. Zu Unterstützungder im Felde stehenden Wehrmänner und ihrer Familien in der Heimat hat sich auch in Männe-dorf ein Verein gebildet zur Sammlung von Beiträgen und deren zweckmäßiger Verwendung. Auchsind von demselben dem Centralkomite in Zürich reiche Dorräthe von passenden Kleidungsstückenfür das Militär zur Verfügung gestellt worden. — 5. Juli. Die Gemeinde hat die Besol-dung ihrer 3 Schullehrer je um 200 Fr. zu erhöhen beschlossen. — 7. Juli. Herr Oetikerin Jntra schenkte bei Anlaß seiner Verheirathung seiner Heimatsgemeinde Männedorf 6489 Fr. —Jungfrau Dorothea Trubel in Männedorf kommt wegen frommer Heilversuche mit derMedizinalpolizei in Konflikt. — Die Gemeinde vollendet die Verbindungsstraße zwischen demRohrgäßli und der alten Straße. — 1858, am 8. Juli brannte im Außerseld, Gemeinde Männe-dorf , ein fast neues Haus mit Scheune ab, wobei Hr. Johannes Schwester von Männedorf miteigener Lebensgefahr einen 3-jährigen Knaben aus dem in vollen Flammen stehenden Gebäude rettete.— 1859. In Männedorf wurde der Sylvesteradend, entgegen dem fast durchgängig üblichen Gebrauch,auf würdige Weise durch Musik und Gesang in der Kirche gefeiert. — 1860, 4. März. Der Gewerbs-verein Männedorf eröffnete im März eine Gewerbsschule, die im Sommer bereits 28 Schüler zählte

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