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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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Kunz von Oetweil erhielten die verschiedenen Gemeindegüter die großmüthige Vergabung von100,000 Fr. Ueber das Leben dieses merkwürdigen Mannes, der sich vom wenig begüterten Jüng-ling zum größten Spinner auf dem Kontinent emporgearbeitet hatte, verweisen wir aus den Nekrologder N. Z.-Ztg. Okt. 1859. Betreffend die außerordentlich reichen Schenkungen, welche die Erbenan die verschiedenen milden Stiftungen und an wissenschaftliche Anstalten machten, s. d. Art. Legate.— Neue reiche Legate erhielt Oetweil durch den sei. verstorbenen Hrn. Friedensrichter und Schul-pfleger Christian Zollinger, nämlich: 1000 Fr. dem Kirchengut, 400 Fr. dem Schulgute, 500 Fr.den armen Kindern zur Anlage in die Ersparnißkasse, 300 Fr. den Hausarmen. Außerdem legirteder Verstorbene 200 Fr. dem Kantonsspital, 300 Fr. dem Blinden - und Taubstummeninstitut inZürich , 300 Fr. der Rettungsanstalt Friedheim, 300 Fr. der Rettungsanstalt Freienstein, 300 Fr.den Webern und Spulern in seinem Etablissement u. s. f. Im Ganzen über 10600 Fr. — 1860.Die Gemeindsbehörden von Oetweil vertheilten das Kunz'sche Legat auf folgende Weise: demArmengut 35,000 Fr., dem Schulgut 23,000 Fr., dem Kirchengut 7000 Fr., dem Gemeindegut35,000 Fr.

Oetweil an der Limmat .

(Der Name einer Burg des Werenhere de Ottwillare kommt schon im Jahr 1130 vor, dann Oettenwile 1173, Oete-wilare 1219, Otwlle 1259, Ottwiler vor dem Altemberch 1261)

Bezirk Zürich. Politische und Schulgemeinde «mit Geroldsweili. VIII. Militärbezirk. 17. Notariatskreis Weiningen rc.(in Zürich), zur Kirchgemeinde Weiningen gehörend. Es besteht aus den beiden Civilgemeinden: Ober-Oetweil und Unter-Oelweil <zur Kirchgemeinde Würenlos Kt. Aargau gehörig), bat aber eine eigene Armenpflege.

1853. Die Schulgenossenschaft Oetweil wird mit derjenigen von Geroldsweil vereinigt.

Opfikon.

iUrkundlich Obtinchova, Lbsinchoven 1184, Obfinchon 1259 rc., „bei den Höfen des Obting oder Offing.,

Bezirk Bülach . Politische und Schulgemeinde, zur Kirchgemeinde Klotcn gehörend. VII. Militärbezirk. 2. Notariats-kreis Kloten; besteht aus den beiden Civilgemeinden Opfikon und Oberhausen. Die Civilgemeinde Opfikon besteht nur ausdem Orte dieses Namens. Die Schulgemeinde Opfikon umfaßt die Ortsnamen: Opfikon, Oberhausen, Glattbrugg , Hofigelen,und Niedtbof. Die Civilgemeinde Oberhauscn zählt die Ortsnamen: Oberhausen, Glattbrugg , Hofigelen und Riedthof.

Ossingen .

(Urkundlich Ocingen 1223, Ozzingen 1230, Oßingen 1260. Ozingen bedeutet „bei den Höfen des Ozo".)

Bezirk Andelfingen. Kirch-, politische und Schulgemeinde. VI. Militärbezirk. 11. Notariatskreis Andelfingen . Sie um-faßt die Ortsnamen: Osfinzen, Burghof (kirchgenösfig nach Neunforn , Schulgenossenschaft „Fehrhof", Kl. Thurgau),Dachsenhausen, Ghsenhard. Hausen, Langenmoos, Langmühle, Weerdhof und Wyden.

1853, Mai. An den im September 1852 durch Hochwasser erlittenen Schaden erhielt dieGemeinde Ossingen einen Staatsbeitrag von 345 Fr. — Juli. Bei Dachsenhausen, GemeindeOssingen , wurde einem Soldaten bei den Schießübungen der rechte Arm abgeschossen. Auf Anregungdes Hrn. Hauptmann Brändli verzichteten die Anwesenden drei Kompagnieen sofort auf ihr ganzesGuthaben von 230 Fr. zu Gunsten des Verunglückten; auch fügten die Offiziere noch 27 Fr. bei.— 1854. An die Kosten des Baues der Straße von Ossingen nach Andelfingen erhält die Gemeindeeinen Staatsbeitrag. — 1860, 25. November wählte die Kirchgemeinde Ossingen mit 175 gegen3 Stimmen den Herrn Pfarrer Pfenninger in Regensberg zu ihrem Seelsorger.