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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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Bäumen edlerer Obstsorten, ebenso die Anlegung einer Waldbaumschule, wozu ein Stück gutenWaldbodens angekauft wurde. — 21. Juni. Dem Herrn Gemeindrath Gujer zur Krone, welcherauf eigene Rechnung das Bezirks- und Schwurgerichtsgebäude in Pfäffikon erbaute, ertheilte dieGemeinde das Bürgerrecht zu Pfäffikon. — An die Kosten des Baues der Straßen von Pfäffikon nach Wermatsweil, von der Kemptthalstraße durch Jrgenhausen bis in die Straße nach Saalandund von Freienstein gegen Oberhittnau erhielt die Gemeinde einen Staatsbeitrag. — 1858, Febr.Auf dem Robenhauser Riet bei Pfäffikon fand man eine vollständige Pfahlbaute (s. d. Art.) undvielerlei Geräthe aus einer Zeit, wo man noch weder Erz noch Eisen kannte. — Die Schulge-nossenschaft Hermatsweil, Gemeinde Pfäffikon , erhielt an die Kosten ihrer Schulhausbaute einenStaatsbeitrag von 1800 Fr. — 1859. In Pfäffikon wurde eine Maulbeerbaum-Pflanzung von4 bis 5 Tausend Stämmchen angelegt und in der Gemeindswaldung über 20 Tausend Tännchengesetzt. — An den Bau der reformirten Kirche in Luzern steuerte Pfäffikon 251 Fr. — 1860. DerMännerchor in Pfäffikon gab zu Gunsten der Wasserbeschädigten im Wallis ein Konzert, das111 Fr. 50 Rp. ertrug. — Ottenhub-Hinzenberg, Gemeinde Pfäffikon , erhielt die Bewilligung zurBereinigung ihres Grundprotokolls. — Der Schulfond Pfäffikon und ebenso die Gewerbsschule da-selbst sind von dem verstorbenen Handelsmann H. Jakob Schellenberg von da, mit je 100 Fr.Legat bedacht worden.

Pfungen.

(Im Jahrzeitbuch von Winterthur Phungingen 1322, Pfungingen, später Pfungen , „bei den Nachkommen des Pfung".)

Bezirk Winterthur. Kirch-, politische und Schulgemeinde. VII. Militärbezirk. 31. Notariatskreis Wülflingen <in Winter-thur) Sie umfaßt die Ortsnamen: Pfungen . Bcrghof, im oberen, mittleren und untern Brunt, Neuhaus, Rumstall undStübenwies.

1850. An die bedeutenden Kosten der Eindämmung der Töß und des Unterhalts der früherausgeführten Uferbauten erhielt die Gemeinde Pfungen einen Staatsbeitrag. — 1853. Ebenso er-hielt Pfungen an den im September 1852 erlittenen Wasserschaden einen Unterstützungsbeitrag von365 Fr. — 1856. Die Abtretung der Rechte und Verpflichtungen bezüglich auf die PfarrpfrüudePfungen, welche bis anhin der Stadtgemeinde Winterthur oblagen, wurde gegen Entschädigung anden Staat durch einen Vertrag geregelt. — 1858, August. Bei einer Kirchthurm-Reparatur stürzteein Malerlehrling von der Höhe des Daches herunter und blieb auf der Stelle todt. — 1860,Mai. Die Gemeinde Pfungen erhöhte einmüthig die Besoldung ihrers Lehrers durch eine jährlicheZulage von 100 Fr. — Dezember. Pfungen ließ durch den geschickten Glockengießer Bodmer imHaard zu Neftenbach ein neues Glockengeläute erstellen, das zu allgemeiner Befriedigung ausfiel.

Radt oder Rath und Schüpfheim.

(Schüpfheim, im Volksdialekt Schupfe, 1303 Schuphen, 1333 Schupfen. — Die alle Form soll Scophheim sein undeine öde wilde Gegend bedeuten.)

Bezirk Regensberg. Radt ist eine politische. Civil- und Schulgemeinde, zur Kirchgemeinde Stadel gehörend. VHI. Mi-litärbezirk. 15. Notariatskreis Neuamt rc. (in Niederzlattj. Sie umfaßt die Ortsnamen: Radt, Emperg, tm Esch undThiergarten. Schüpfheim ist eine Civilgemeinde, die zu Stadel kirch- und schulgenösfig ist.